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Traxler

Krefeld. Es sieht bedrohlich aus, was da im Gartenbauverein Tackheide in die Höhe gewachsen ist. Das Stahlgitterungetüm steht in der Parzelle Nummer 100 und gehört zur Höchstspannungsfreileitung, die in Krefeld seit Jahren für Unmut sorgt.

Ob die Leitung der Firma Amprion tatsächlich in Betrieb geht, ist nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig ungewiss. Kurz vor Weihnachten hatte das Gericht den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Düsseldorf für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt. Die fast fertige Trasse darf also zunächst nicht zu Ende gebaut werden.

Dass in den nächsten Wochen an den Gittermasten trotz des Urteils weiter gearbeitet wird, hat laut Amprion-Sprecher Andreas Preuß folgenden Grund: Demnach müssen die bis zu 71,50 Meter hohen Masten so gesichert werden, dass Unbefugte dort keinen Missbrauch treiben können.

Am Zug ist dann die Bezirksregierung. Sie muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen. Dies dürfte mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Es geht darum, ob die elektromagnetischen Felder der 380-kV-Freileitung den Menschen schaden. Die Trasse nähert sich der Wohnbebauung bis auf etwa 30 Meter und führt mitten durch die Schrebergärten in Tackheide. Krefeld will erreichen, dass die 7,4 Kilometer lange Leitung zum Teil unterirdisch verlegt wird. Eine Alternative könnte ein Verschieben der Trasse in Richtung Westen sein. re

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