Alexander Spirer von der SVK ’72 eifert seinem Vorbild Michael Phelps nach.

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Wasser ist sein Element: Alexander Spirer von der SVK ’72 ist eines der größten Schwimmtalente in Krefeld.

Wasser ist sein Element: Alexander Spirer von der SVK ’72 ist eines der größten Schwimmtalente in Krefeld.

Dirk Jochmann

Wasser ist sein Element: Alexander Spirer von der SVK ’72 ist eines der größten Schwimmtalente in Krefeld.

Krefeld. Paul Biedermann, neuer deutscher Überraschungsweltmeister in Rom, zweimal mit Gold über 200 und 400 Meter Freistil dekoriert, zwei Weltrekorde gebrochen und dabei Rekordolympiasieger Michael Phelps geschlagen - so etwas hinterlässt Eindruck bei der Krefelder Schwimmgemeinde. "Das möchte ich natürlich gerne nachmachen, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg", sagt die Krefelder Nachwuchshoffnung Alexander Spirer. Aber träumen darf ja erlaubt sein.

Der 13-jährige Schwimmer aus Krefeld weiß auf jeden Fall, dass hinter jedem Erfolg harte Arbeit steckt. "Wenn man bedenkt, dass wir sechs bis acht Mal in der Woche trainieren, teilweise noch vor der Schule, ist es wirklich sehr erfreulich, wie motiviert Alexander mitzieht", sagt seine Trainerin Christine Presch.

Deswegen ist ihr Schützling, der schon seit acht Jahren im Verein schwimmt, Mitglied bei der SG Krefeld (Schwimmgemeinschaft von Aegir und SVK), um dort bessere Trainingsbedingungen und Förderung zu genießen. "Hier kann man einfach besser mit den Talenten arbeiten", so die Trainerin. Das zahlte sich in der Vergangenheit schon aus. Seine größten Erfolge konnte er bei den vergangenen Verbandsmeisterschaften erringen. Bei denen wurde Spirer auf allen drei Schmetterlingsstrecken Verbandsmeister und bei den 400m Freistil und 200 m Lagen nach zwei spannenden Rennen Vizemeister. Insgesamt holte sich der Steppke im Mehrkampf den Vielseitigkeitspokal des Meisters. "Gerade die Vielseitigkeit in den verschiedenen Disziplinen und seine hervorragende Technik zeichnen ihn aus", sagt die stolze Trainerin, fügt aber hinzu: "Einzig und allein der biologische Kick fehlt noch, er müsste körperlich noch zulegen. Nichtsdestotrotz steckt in ihm ein riesen Potenzial."

Am Ende siegt immer die bessere Technik und nicht die größere Kraft

Denn die Trainerin weiß, am Ende siegt immer die bessere Technik und nicht die größere Kraft. Dies beweist Alexander Spirer jetzt schon, indem er gegen den älteren Jahrgang antritt. Sein in ihm schlummerndes Potenzial will er also weiter ausschöpfen und legt dafür die Grundlagen in der wettkampffreien Zeit.

Für viele Schwimmer wohl die schlimmsten Monate des Jahres, aber nicht für den Krefelder. "Ich weiß ja, dass es mir weiterhilft." Da scheut er sich auch nicht davor, einen Abstecher für eine Konditionseinheit in den nahe gelegenen Stadtwald zu machen. Am liebsten würde der Fan von Werder Bremen auch noch in einem Fußballverein spielen, doch so etwas hört seine Trainerin nicht so gerne. Denn die Verletzungsgefahr wäre zu groß und die Schule könnte auch darunter leiden. "Ich schaffe das schon", sagt der Schüler der Albert Schweizer Realschule, der am liebsten, wie soll es anders sein, das Schulfach Sport besucht und sich für Chemie interessiert.

13, Schüler an der Albert Schweizer Realschule

SV Krefeld ’72

Christine Presch

Seine Domäne aber bleibt das Schwimmen, und die Arbeit für den nächsten großen Wettkampf steht schon an. "Im Frühjahr 2010 ist die deutsche Meisterschaft. Dafür möchte ich mich natürlich qualifizieren und dann erfolgreich abschneiden", sagt die Nachwuchshoffnung.

Den Weg geebnet haben ihm die früheren Coachs Hannelore Hopen und Thomas Presch sowie Trainerin Christine Presch. In die Fußstapfen seines Vorbilds Michael Phelps zu treten, das "wäre mein größter Traum. "

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