Zwei Millionen Minus durch Eigenbetrieb? Stadt rechnet anders.

Zwei Millionen Minus durch Eigenbetrieb? Stadt rechnet anders.
Befürchtet künftig „Ergebnisreduktion und Dissynergien“: SWK-Chef Carsten Liedtke. Archiv

Befürchtet künftig „Ergebnisreduktion und Dissynergien“: SWK-Chef Carsten Liedtke. Archiv

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Befürchtet künftig „Ergebnisreduktion und Dissynergien“: SWK-Chef Carsten Liedtke. Archiv

Krefeld. Ordentlich geknallt hat es jetzt in der Beiratssitzung der SWK. Die Ausgliederungen in den kommunalen Eigenbetrieb sorgen künftig für Mindereinnahmen bei den SWK, was einige Beiratsmitglieder auf die Palme bringt. Von Mindereinnahmen in Höhe von zwei Millionen Euro ist nach WZ-Informationen die Rede.

SWK-Chef Carsten Liedtke will diese Zahl nicht kommentieren, erklärt aber: „Die Stadt Krefeld hat im Rahmen der Gründung des Kommunalbetriebes Krefeld AöR angekündigt, künftig auch die Betriebsführung im Bereich Abwasser nicht mehr durch die NGN Netzgesellschaft Niederrhein als 100-prozentige Tochter der SWK Stadtwerke Krefeld AG, sondern durch die AöR selbst durchführen zu lassen.“ Also Planung, Bau und Unterhaltung des Kanalnetzes. „Seitens der SWK bedauert man diese Entscheidung“, habe sie aber zu akzeptieren. „Für den SWK-Konzern bedeutet das Ende des Betriebsführungsvertrages ab 2019 eine Ergebnisreduktion sowie Dissynergien.“

AöR-Projektleiter Helmut Döpcke rechnet völlig anders. „Der Betriebsführungsvertrag wurde einvernehmlich gekündigt, die NGN erhält bis Vertragsende noch ein Betriebsführungsentgeld von 6,5 Millionen Euro.“ Was künftig nicht mehr auf der Habenseite der SWK lande, beziffert Döpcke mit 189 000 Euro per anno an Gewinn- und Wagniszuschlag. „Dem entgegenzusetzen sind 700 000 Euro pro Jahr, die für die Krefelder Bürger an Umsatzsteuer für den Personaleinsatz bei den SWK entfallen.“

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