Die Münchner Unternehmensberatung hat soeben ihr Gutachten zur Zukunft der Vereinigten Städtischen Bühnen vorgestellt.

Hunderte zeigten mit Fackeln vor dem Rathaus ihre Solidarität mit dem Theater - am Ende vergeblich.
Hunderte zeigten mit Fackeln vor dem Rathaus ihre Solidarität mit dem Theater - am Ende vergeblich.

Hunderte zeigten mit Fackeln vor dem Rathaus ihre Solidarität mit dem Theater - am Ende vergeblich.

Dirk Jochmann

Hunderte zeigten mit Fackeln vor dem Rathaus ihre Solidarität mit dem Theater - am Ende vergeblich.

Krefeld. Das Beratungsunternehmen Actori hat am Dienstag organisatorische Verbesserungen im Theater Krefeld-Mönchengladbach vorgeschlagen. Dadurch ließen sich mittelfristig rund 700 000 Euro pro Jahr sparen - allerdings nur, wenn die Städte zunächst investieren. So müssten zusätzliche Stellen in den Bereichen Marketing und Sponsoren-Werbung geschaffen werden, auch die EDV-Ausstattung müsste sich verbessern.

Actori empfiehlt außerdem, die vergleichsweise niedrigen Eintrittspreise zu erhöhen. Einsparpotenzial sieht die Münchner Firma unter anderem bei den Transportkosten und beim Personal: So sollen Stellen im Orchester und beim Chor wegfallen.

Trotz dieser Einsparungen steigt der Zuschussbedarf des Theaters bis 2014 auf mehr als 25 Millionen Euro. Falls die Städte ihre Gelder auf dem jetzigen Level von 22 Millionen Euro einfrieren wollen, geht das laut Actori nur mit massiven künstlerischen Einschnitten.

Die Ballettsparte müsste komplett schließen, im Schauspiel und beim Musiktheater reduzierte sich das Angebot. Die Sinfoniker müssten auf die Größe eines C-Orchesters schrumpfen. All dies würde 60 Stellen kosten. Doch davor warnen die unabhängigen Berater ausdrücklich: "Dadurch könnte sich für das Theater eine Abwärtsspirale in Gang setzen, deren Ende nicht abzusehen wäre", sagt Actori-Prokurist Patrick Roy.

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