Im nächsten Jahr geht es um Ideen zur Gestaltung der Brücken und Wände.

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A 57: Noch fließt der Verkehr vierspurig durch Krefeld. Archiv

A 57: Noch fließt der Verkehr vierspurig durch Krefeld. Archiv

Bischof

A 57: Noch fließt der Verkehr vierspurig durch Krefeld. Archiv

Krefeld. 2013 sind die Krefelder gefragt. Straßen NRW lädt zum Gestaltungswettbewerb ein. Es geht darum, die Brücken und Lärmschutzwände so ansehnlich wie möglich in das städtische Umfeld einzufügen. Bunt oder uni? Bepflanzt oder nicht? Mit Glas oder ohne? Beton oder Kunststoff?

„Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Architekten und Stadtplaner“, erläutert Joachim van Bebber. „Die Ideen werden der Öffentlichkeit vorgestellt.“ Geplant sind bislang Schutzwände aus Beton, die neben der Autobahn 6,50 Meter aufragen. Im oberen Teil bestehen sie aus Glas und sind zur Fahrbahn gekrümmt. „So muss es aber nicht bleiben“, sagt van Bebber.

Sein Kollege Michael Kaufmann versichert, dass die Lärmminderung unabhängig vom Aussehen der neuen Wände effizient sein werde. Die Belastung sinke um mehr als zehn Dezibel. „Das entspricht einer Halbierung der Lautstärke. 80 000 Fahrzeuge werden nur noch so laut sein wie 8000“, rechnet Kaufmann vor.

Der Grenzwert für den Lärm während des Tages (59 Dezibel) wird nach seinen bisherigen Berechnungen überall eingehalten. Nachts (49 Dezibel) gibt es dagegen Problemzonen. Konkret geht es um fünf Hochhäuser, drei an der Max-Planck-Straße und jeweils eins an der Oder- und Breitenbachstraße. In den oberen Etagen nehme der Lärm zwar auch dort ab, aber nachts werde der Grenzwert nicht eingehalten. Deshalb bekämen diese Wohnungen auf Kosten des Bundes neue Fenster. Dies gelte auch für einige Dachgeschosse von Häusern entlang der A 57.

„Erst kommt der Schutz, dann rollen die Bagger an“

Kaufmann bekräftigt die Zusage, dass die neuen Lärmschutzwände vor Beginn des A 57-Ausbaus aufgestellt werden. „Wo immer das möglich ist, werden wir so vorgehen. Erst kommt der Schutz, dann rollen die Bagger an.“ Der Planer schränkt allerdings ein, dass dies insbesondere im Bereich der Brücken nicht zu machen sei. „Dort wird es zeitweise Notlösungen geben müssen.“ re

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