Krefeld. Das Bundesverkehrsministerium beabsichtigt, dem Vorschlag von Straßen NRW zu folgen, und dem Ausbau der A 57 mit Flüsterasphalt und gebogenen Lärmschutzwänden zuzustimmen. Diese Variante soll die Lärmbelastung halbieren. Eine aufwändigere Lösung sei nur mit finanzieller Unterstützung von Land und/oder Kommune möglich.

Das erfuhren die Krefelder Bundestagsabgeordneten Bernd Scheelen, Siegmund Ehrmann (beide SPD), Ansgar Heveling (CDU) und Otto Fricke (FDP) am Montag in einem gemeinsamen Informationsgespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin. Darüber hinaus erklärte der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann, dass der Bund zugesichert habe, die Haltung der neuen Landesregierung abzufragen.

Die Entscheidung für diese Ausbauvariante wird von den Politikern einstimmig kritisiert: "Die Ministerien argumentieren in ihren Entscheidungen haushalterisch und berücksichtigen die städtebaulichen Aspekte der verschiedenen untersuchten Lösungen nicht."

Die Abgeordneten fordern, dass gerade bei der A 57 im Bereich Krefeld der besonderen städtebaulichen Lage Rechnung getragen werden müsse. "Bund und Land müssen detailliert über die vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen und ihre Kosten informieren, um die Entscheidung für eine Variante öffentlich nachvollziehbar zu machen", erklären die Abgeordneten.

Der Krefelder Rat hatte in seiner jüngsten Sitzung eine Tunnel-Trog-Lösung mit eingehaustem Trog bekräftigt.
 

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