2013 könnte es mit den Arbeiten zwischen Kaarst und Moers los gehen. Im Stadtgebiet beginnen sie frühestens 2015.

Mindestens sechs Jahre lang wird es dauern, bis die A57 zwischen Meerbusch und Moers auf sechs Spuren ausgebaut ist. (Archiv
Mindestens sechs Jahre lang wird es dauern, bis die A57 zwischen Meerbusch und Moers auf sechs Spuren ausgebaut ist. (Archiv

Mindestens sechs Jahre lang wird es dauern, bis die A57 zwischen Meerbusch und Moers auf sechs Spuren ausgebaut ist. (Archiv

A. Bischof

Mindestens sechs Jahre lang wird es dauern, bis die A57 zwischen Meerbusch und Moers auf sechs Spuren ausgebaut ist. (Archiv

Krefeld. Der Landesbetrieb Straßen hat erstmals konkrete Termine für den Baubeginn, die Bauzeiten und den Stand der Verfahren beim sechsspurigen Ausbau der A57 genannt. Dazu hat die Projektgruppe Bundesautobahn (BAB), deren Vorsitzender Jochen van Bebber ist, den Abschnitt in drei Bereiche geteilt. "Das haben wir gemacht, um den unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden und das gesamte Verfahren nicht aufzuhalten", sagt van Bebber.

Die Arbeiten im Stadtgebiet werden am längsten dauern

Nach jetzigem Stand werden die Bauarbeiten zwischen Gartenstadt und Oppum, "dem städtischen Abschnitt", wie ihn Jochen van Bebber nennt, als letztes beginnen. Egal ob nun die von der Stadt Krefeld geforderte Tunnel-Trog-Lösung oder herkömmlich gebaut wird, findet hier frühstens 2015 der erste Spatenstich statt, schätzt der Fachmann. "Dieser wird der bautechnisch und von der Durchführung her schwierigste und letzte Abschnitt", heißt es. Er rechnet mit mindestens vier Jahren Bauzeit, also bis 2019.

Große und auch teure Probleme macht hier die Verkehrsführung während der Bauzeit. "Wegen der Hochlage der Fahrbahn müssen an mehreren Brücken konstruktive Lösungen gefunden werden", sagt der Planer. Heißt: Neben den Brücken muss auf Betonstelzen eine neue vorübergehende Fahrbahn errichtet werden. Den Verkehr weiträumig um die Baustelle zu führen ist schließlich nicht möglich.

Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen zwischen der Anschlussstelle Oppum und dem Kreuz Meerbusch. Die Arbeiten am Vorentwurf werden im Juni abgeschlossen sein und den Verkehrsministerien zur Prüfung vorgelegt. Anfang 2011 wird dann das Genehmigungsverfahren eingeleitet und Mitte 2012 abgeschlossen. "Ohne Anfechtung der Planunterlagen vor Gericht kann mit einem Baubeginn in 2013 gerechnet werden", erklärt van Bebber.

Der nördliche Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Gartenstadt und dem Kreuz Moers, bei dem sich durch die ländliche Umgebung die Voraussetzungen ähneln, sind die Vorarbeiten ebenfalls weiter fortgeschritten. Die "Linienfindung", wie es wörtlich heißt, sei im Juni 2009 abgeschlossen worden. Im November 2009 sind lärm-, wasser- und immissionsschutztechnische Gutachten beauftragt worden, die derzeit erstellt und in diesem Jahr fertig werden.

Der Ausbau der ländlichen Abschnitte dauert drei Jahre

"Eine Genehmigung des Vorentwurfs im Frühjahr 2011 vorausgesetzt, wird bis Ende 2012 das Baurechtsverfahren betrieben", erklärt der Straßenplaner. Beginn hier wäre dann 2014, ebenfalls vorausgesetzt, niemand klagt gegen die Genehmigung. Beide "ländlichen" Bauabschnitte, etwa fünf (Oppum-Meerbusch) beziehungsweise acht (Gartenstadt-Moers) Kilometer lang, sollen nach etwa drei Jahren fertig sein.

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