FDP regt ein Modellprojekt für den A 57-Ausbau an.

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Die FDP legt einen Vorschlag vor, wie die Belastung der Menschen an der A 57 zwischen Elfrath und Oppum verringert werden kann. Archiv

Die FDP legt einen Vorschlag vor, wie die Belastung der Menschen an der A 57 zwischen Elfrath und Oppum verringert werden kann. Archiv

Dirk Jochmann

Die FDP legt einen Vorschlag vor, wie die Belastung der Menschen an der A 57 zwischen Elfrath und Oppum verringert werden kann. Archiv

Krefeld. Die FDP sucht Unterstützung für einen „Infrastruktur-Ideenvorschlag“, der die Belastungen der Krefelder durch den Ausbau der Autobahn 57 zwischen Oppum und Elfrath verringern soll. Im Planungsausschuss werben sie morgen um Zustimmung. Im Kern zielt der Vorschlag darauf ab, bei der Realisierung der A 57 Lärmminderung und Schadstoffreduzierung gleichermaßen zu erreichen.

Die Liberalen machen sich damit die Idee von Carlheinz Swaczyna zu eigen, „kein Mitglied der Partei, sondern engagierter Bürger“, wie der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim C. Heitmann betont.

Ökologische Aspekte beim Autobahnausbau

Swaczyna hat die aktuelle A 57-Planung als Grundlage genommen – sechsspuriger Ausbau, hohe Lärmschutzwände am Rand und auch mittig – und ausgetüftelt, wie man durch die Wahl der Materialien positive Effekte für Bevölkerung und Ökologie erreichen können. „Mir kommt der Emissionsschutz bisher zu kurz“, sagt Swazcyna.

Der chemische Prozess der Photokatalyse spielt in Swaczynas Überlegungen eine wichtige Rolle. Vereinfacht gesagt: Durch einen Anstrich der Lärmschutzwände mit Titandioxid („Das finden Sie in allen weißen Farben“) könnten Schadstoffe abgebaut werden.

Licht ist für diesen Prozess notwendig, aber es funktioniere auch bei trübem Wetter, heißt es. Wähle man zudem statt des üblichen so genannten Future-Beton, werde die CO2-Belastung reduziert: In der Herstellung des stark verdichteten Baustoffs fielen 119 Kilogramm CO2 pro Tonne weniger an.

Als drittes Element der Emissionsminderung/Ökologie führt Swaczyna schließlich die Nutzung von Photovoltaik an, „vielleicht auch an den Lärmschutzwänden“. Damit könnten beispielsweise die Verkehrslenkungssysteme betrieben werden.

Straßen NRW sei in einem frühen Stadium der Planung, noch sei eine Einflussnahme möglich, sagt die FDP. Der Anstoß müsse aus der Kommune kommen, der Landesbetrieb Straße NRW, Land und Bund für ein Infrastruktur-Modellprojekt gewonnen werden. Die Hochschule Niederrhein und auch den Duisburger Lehrstuhl für Physik von Transport und Verkehr sehen die Liberalen als mögliche Kooperationspartner im Modellprojekt.

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