Auf dem Außengelände eines Betriebs an der Untergath wurden in der Nacht alle Fahrzeuge beschädigt.

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Kein Fahrzeug des Autohauses Dresen blieb ohne Kratzer. Geschäftsführer Ivca Majic bei der Schadensaufnahme.

Kein Fahrzeug des Autohauses Dresen blieb ohne Kratzer. Geschäftsführer Ivca Majic bei der Schadensaufnahme.

Dirk Jochmann

Kein Fahrzeug des Autohauses Dresen blieb ohne Kratzer. Geschäftsführer Ivca Majic bei der Schadensaufnahme.

Krefeld. Es ist ein Schock, als Werkstattmeister Jürgen Dierkes am Dienstagmorgen zur Arbeit kommt. In der Nacht haben unbekannte Täter alle 90 Gebraucht- und Neuwagen, die im Außenbereich des Autohauses Dresen an der Untergath 171 standen, beschädigt. Mit einem spitzen Gegenstand haben sie den Lack der Autos zerkratzt.

"Die Kratzer sind teilweise so tief, dass die Grundierung zu sehen ist", sagt Ivca Majic. Der Geschäftsführer ist fassungslos: Im vergangenen Jahr der Hagelschaden - nun das. "Es ist wirklich Wahnsinn. So etwas macht man ja auch nicht in zehn Minuten."

Die Kriminalpolizei rätselt jetzt, wer den Schaden in einer Größenordnung von einer Viertelmillion Euro angerichtet haben könnte. "Uns liegt nicht ein Hinweis vor. Da der Tatort in einem Industriegebiet liegt, könnte es sein, dass niemand etwas gehört oder gesehen hat", sagt Polizeisprecher Rainer Behrens.

Die Autohäuser in der Umgebung sind aber verschont geblieben. "Die Polizei hat uns gesagt, es könnten betrunkene Jugendliche, ein ehemaliger Mitarbeiter, die Konkurrenz oder ein unzufriedener Kunde gewesen sein", sagt Majic. Fingerabdrücke konnten die Beamten jedoch nicht sichern. Auf den Autos sind durch die Kunden zu viele Spuren, als dass dadurch der Täter gefasst werden könnte.

Jetzt müssen sich Gutachter und Versicherung mit dem Fall befassen. Das Autohaus hat in Düsseldorf und der Eifel weitere Filialen mit Lackiererei, dort werden die Wagen repariert. "Aber das Ganze dauert bestimmt Wochen", so der Geschäftsführer.

Bisher sind allenfalls Radkappen oder Scheibenwischer gestohlen worden. Trotzdem will der Geschäftsführer jetzt so schnell wie möglich Überwachungskameras auf dem Gelände anbringen lassen.

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