Anwohner der Hülser Straße und Stadtwerke loben das Bauunternehmen. Nur noch 40 Meter müssen ausgeschachtet werden.

Trotz des Frostes ist der Schacht für die neuen Kanäle weiter ausgehoben worden – jetzt fehlen nur noch 40 Meter.
Trotz des Frostes ist der Schacht für die neuen Kanäle weiter ausgehoben worden – jetzt fehlen nur noch 40 Meter.

Trotz des Frostes ist der Schacht für die neuen Kanäle weiter ausgehoben worden – jetzt fehlen nur noch 40 Meter.

Dirk Jochmann

Trotz des Frostes ist der Schacht für die neuen Kanäle weiter ausgehoben worden – jetzt fehlen nur noch 40 Meter.

Krefeld. Trotz Frost, Schnee, Eis und Karneval gehen die Kanalarbeiten auf der Hülser Straße zügig voran. Die sechs Meter tiefen Ausschachtungen sind jetzt bis zur Metzgerei Knops im Haus Nummer 251 vorangetrieben. Von dort ist es nur noch ein Steinwurf bis zum Ende der Baustelle an der Weyerhofstraße, rund 40 Meter. Die Rohre liegen bereits auf einer Länge von 210 Metern bis zum Haus Nr. 247.

Franz-Josef Schulte hat inzwischen seine Rohr-Tonne verlassen (WZ berichtete), in der er wie einst Diogenes für ein Foto posiert hatte. Die Rohre liegen inzwischen zum größten Teil unter der Erde. "Wir freuen uns sehr, dass wir langsam Licht sehen", sagt Schulte, der an der Hülser Straße ein Design-Möbelhaus betreibt. "Dickes Lob an die Baufirma Schergens, die trotz der kalten Witterung weiter arbeitet."

Interessengemeinschaft plant ein großes Straßenfest

Dem schließt sich auch Klaus Mellis, der Apotheker auf der anderen Straßenseite, an. "Super Truppe. Großes Lob." Auch vier Monate nach der Vollsperrung der Straße im Oktober macht die Apotheke rund 30 Prozent weniger Umsatz. Die 15 Angestellten arbeiten inzwischen kurz und erhalten dafür Zuschüsse von der Arge.

"Aber unser Blick geht jetzt in die Zukunft", sagt Mellis. Die Interessengemeinschaft Hülser Straße plane jetzt den Neustart nach dem Motto "hoppla, uns gibt’s noch". Im Frühjahr oder Sommer soll es auf jeden Fall ein großes Straßenfest geben.

Dem steht auch aus Sicht der Stadtwerke (SWK) nichts entgegen. Pressesprecher Dirk Höstermann: "Wir rechnen damit, dass die Kanalarbeiten wie geplant bis Mitte, Ende März beendet sind. Dann muss allerdings noch eine gewisse Zeit für den Straßen- und Schienenbau eingeplant werden."

Bisher wurden an der Hülser Straße 5280 Kubikmeter Erde ausgeschachtet. Das entspricht rund 600 Lkw-Ladungen. Insgesamt ergeben die auszuhebenden Erd- und Asphaltmengen 6500 Kubikmeter.

Da der Aushub nach der Verlegung des Kanals aber auch wieder verfüllt werden muss, verdoppelt sich die Menge der bewegten Erde auf nahezu 13 000 Kubikmeter. Rund 500 Kubikmeter "Luft" macht der Raum der neuen Rohre (1,40 Meter Durchmesser) aus.

Auch der Stadtwerke-Sprecher will das Engagement der Bauunternehmens gewürdigt sehen. "Hut ab vor dieser Leistung unter diesen Witterungsbedingungen."

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