Politiker fordern Klarheit zu den Gründen.

Krefeld. "Wir hätten uns gewünscht, dass das anders gelaufen wäre". SPD und Grüne wählten im Schulausschuss "sanfte" Kritik an der Verwaltung, nachdem Vorsitzende Petra Schneppe in der Schulschließungsdiskussion bei aller Emotionalität um Sachlichkeit gebeten hatte.

Anders gelaufen heißt: Für die Grünen ist die Entscheidung zu den beiden Auflösungen lediglich ein verjährtes Problem: "Wir hätten viel früher überlegen müssen, wie es mit den Hauptschulen weitergeht", sagte Christoph Bönders. Frank Meyer (SPD) mahnte an, dass "die Kriterien, die zum Vorschlag geführt haben, transparent gemacht werden, damit es jedem klar sei, warum es diese beiden Schulen getroffen hat".

Für Stefanie Neukirchner (CDU) war wichtig, deutlich zu machen, dass "an der Inrather Straße und am Danziger Platz nicht ab Sommer die Türen zu sind, sondern die Schulen auslaufen".

Workshop im Herbst zur Schulentwicklungsplanung

Dass die Stadt nur durch diesen Vorschlag das Heft in der Hand behalte, betonte Schulrat Detlef Stein. "Die gesetzlichen Vorgaben im Hauptschulbereich für das Schuljahr ab Sommer sind nicht erfüllt."

Froh war der Ausschuss, dass nicht die drei Hauptschulen, an denen integrative Gruppen eingerichtet seien, zur Disposition standen. Gewünscht wird, dass die beiden betroffenen Schulkonferenzen gehört werden. Vom Land erwartet man nach der Wahl am 9. Mai eine Entscheidung zur künftigen Schulstruktur, wobei die Grünen Verbünde aller Schulformen ermöglicht sehen wollen.

Im Herbst wird es einen Workshop mit Ausschuss und Verwaltung zur Schulentwicklungsplanung geben - Schwerpunkt wird sein: die Sekundarstufe I (Klassen fünf bis zehn).

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