Die AOK will Kinder und Jugendliche über Alkoholmissbrauch aufklären.

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Alkohol und Jugendliche: Diese Kombination sorgt seit Jahren für negative Schlagzeilen. (Archiv

Alkohol und Jugendliche: Diese Kombination sorgt seit Jahren für negative Schlagzeilen. (Archiv

dpa

Alkohol und Jugendliche: Diese Kombination sorgt seit Jahren für negative Schlagzeilen. (Archiv

Krefeld. In Zeiten, in denen Begriffe wie Flatrate-Saufen und Koma-Saufen schon zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören, besteht dringend Handlungsbedarf.

"Kinder und Jugendliche treffen sich heute nicht mehr einfach nur, um zu feiern, sondern mit dem Vorsatz, sich zu besaufen", beschreibt AOK-Marketingleiter Andreas Franke das, was viele beunruhigt. Die AOK Krefeld ist schon seit langem im Bereich der Suchtprävention tätig - 2007 ist sie dem Bündnis gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen beigetreten, initiiert vom Festkomitee Krefelder Karneval.

"Unser Ziel ist es nicht, den Karnevalszug trocken zu legen. Aber natürlich wollen wir jetzt kurz vor den Festtagen auch auf das Problem Alkoholmissbrauch im Karneval aufmerksam machen", sagt Franke.

Die Gesundheitskasse hat jetzt gemeinsam mit der Kulturfabrik und der Krefelder Hip Hop-Gruppe QLG (Hanna Vien, Tanaporn Khositaporn, Marco-André Goncalces des Araujo und Lam Ngo) ein neues Projekt ins Leben gerufen.

"Abtanzen statt Absaufen" lautet das Motto des groß angelegten Schul-Tanz-Wettbewerbs, der am 6. Juni ab 14 Uhr in der Kufa über die Bühne gehen wird. Ein in Deutschland bislang einmaliges Projekt. Die Krefelder Schulen sind aufgerufen, maximal drei Teams in den "Battle" zu schicken.

Erlaubt sind Tanz-Kategorien wie Hip Hop, House, Poppin und B-Boying. Abends schließt sich dann noch ein internationaler Tanz-Wettstreit mit einer ebenfalls internationalen Jury an. "Abtanzen statt Absaufen ist keine Kampagne mit erhobenem Zeigefinger. Es geht uns nicht um ein absolutes Alkoholverbot, sondern darum, das Zuviel zu bekämpfen", sagt AOK-Regionaldirektor Thomas Meertz.

"Trotzdem haben wir uns darauf geeinigt, dass an diesem Tag in der Kufa kein Alkohol ausgegeben wird, um ein Zeichen zu setzen", sagt Susanne Hantzsch vom Kufa-Team. Und Hip Hopper Marco-André Goncalces des Araujo ist sich sicher: "Das ist bei Tänzern oder Tanzbegeisterten sowieso kein Thema. Die, die am Wettbewerb teilnehmen, werden nichts trinken, weil sie fit sein wollen. Alle anderen werden gar nicht erst an Alkohol denken."

Die Veranstalter rechnen am 6. Juni mit rund 1000 Besuchern und gehen davon aus, dass sich alle Krefelder Schulen beteiligen werden.

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