Beim 21. Radwandertag war der Andrang groß. Viele Teilnehmer kommen jedes Jahr. Pfarrer Volker Hendricks wurde zum Radler des Jahres ernannt.

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Radler des Jahres wurde Pfarrer Volker Hendricks (r.). ADFC Vorsitzender Andreas Domanski überreichte ihm die Urkunde.

Radler des Jahres wurde Pfarrer Volker Hendricks (r.). ADFC Vorsitzender Andreas Domanski überreichte ihm die Urkunde.

Katharina (l.) und Miriam sind startbereit – und mit Helm gut geschützt.

Bischof, Andreas (abi), Bild 1 von 2

Radler des Jahres wurde Pfarrer Volker Hendricks (r.). ADFC Vorsitzender Andreas Domanski überreichte ihm die Urkunde.

Krefeld. Der Hülser Marktplatz zeigt sich schon am Sonntagmorgen als buntes Lager von Radfahrern. Familien, Freunde, Vereine und Gruppen holen ihre Streckenkarten ab, um eine der 58 Radrundstrecken zwischen 30 und 70 Kilometern abzufahren. Bürgermeisterin Karin Meincke verabschiedet die ersten Gruppen mit Startfahne und dem Wunsch: „Gute Fahrt, kommen Sie gesund zurück.“ 23 000 Menschen wollten beim 21. Radwandertag die Natur mit dem Fahrrad erkunden, historische Ortskerne entdecken und den Niederrhein von einer anderen Seite kennenlernen.

„Für 40 Kilometer setzen wir uns gar nicht erst aufs Rad.“

Hannelore Haas, die mehr als 80 Kilometer zurücklegte

Auf die fast 40 Kilometer lange Tour über Neukirchen-Vluyn und Moers macht sich neben vielen anderen das Ehepaar Ulrike und Albert Klemp aus Gartenstadt auf den Weg. „Wir fahren gerne Rad, sind zum ersten Mal dabei und sammeln an den Stationen die Stempel.“

Der Uerdinger Radwanderverein 1975 tritt sogar mit 35 Vereinsmitgliedern und zwei eigenen Wanderführern zur 80-Kilometer-Tour an. Hinzu kommen die 22 Kilometer vom Startpunkt in Uerdingen bis nach Hüls und am Abend zurück. „Für 40 Kilometer setzen wir uns gar nicht erst aufs Rad“, sagt Hannelore Haas und erntet das Lachen der Amateur-Gruppe. Die Mitglieder sind zwischen 50 und 85 Jahre alt und auch der Älteste ist stets mit Spaß dabei.

Geführte Tour vom Stadtmarketing wird gut angenommen

Das Stadtmarketing bietet mit Stadtführerin Karola Goris eine geführte Tour an, der sich neben den angemeldeten Radlern spontan weitere anschließen. „Einige Teilnehmer sind schon seit Jahren dabei“, sagt Goris, die schon seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich Interessenten die Krefelder Sehenswürdigkeiten zeigt. Eine der bestens gelaunten Teilnehmerinnen ist Eva Schroers aus Hüls. „Wir sind vier Freundinnen und seit fünf Jahren dabei, weil Karola Goris uns unterwegs alles Sehenswerte so toll erklärt. Genau das Richtige für uns. Auch die Streckenlänge von 23 Kilometern passt.“

Teilnehmer konnten auf dem Hülser Marktplatz ein Hochrad ausprobieren

Dass es auch am Rande der Veranstaltung an den Stationen mit Musik und Unterhaltung viel Abwechslung gibt, wird von den Teilnehmern begrüßt. Dazu trägt auf dem Hülser Marktplatz unter anderem Rolf Flören aus Mönchengladbach mit seiner Hochrad-Fahrschule bei. Sein Angebot reicht von einem kostenlosen Hochrad-Test bis zum Hochrad-Führerschein. Bei der abendlichen Tombola gab es als Hauptpreis ein Fahrrad – Gewinner war der Krefelder Wilfried Paas.

Pfarrer Volker Hendricks fährt oft in vollem Ornat mit dem Rad

Erstmalig wurden zehn familienfreundliche Kurzstrecken angeboten. Sie waren im Routenplan mit gestrichelten grauen Linien hinter der jeweiligen Nummer gekennzeichnet.

Höhepunkt zum Abschluss ist die traditionelle Ernennung des Radlers des Jahres für ein fahrradfreundliches Krefeld durch Stadtmarketing-Chef Ulrich Cloos, gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr Pfarrer Volker Hendricks von der Pauluskirche am Inrath. ADFC-Vorsitzender Andreas Domanski berichtete, dass der Pfarrer oft in vollem Ornat auf seinem Fahrrad gesichtet wird und auch mit seinen Konfirmanden vorbildlich durch Krefeld radelt.

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