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dpa

Krefeld. 107 Kinder und Jugendliche wurden im Jahr 2010 in Krefeld unter den Schutz des Jugendamtes gestellt. Das waren deutlich mehr als in den Jahren zuvor. 2009 gab es 91 Fälle, im Jahr 2008 61 und in den Jahren davor bis 2003 jeweils nur um die 30 Fälle.

Diese Zahlen wurden jetzt von it.nrw, dem statistischen Landesamt NRW, veröffentlicht. Die Stadt Krefeld liegt damit im Landestrend. Im Jahr 2010 gab es landesweit mit 10.438 Fällen 5,1 Prozent mehr Inobhutnahmen als im Vorjahr und damit einen neuen Höchststand.

Die Mehrzahl der in Obhut Genommenen waren im Jahr 2010 Jugendliche ab 14 Jahren (6675) (in Krefeld 47); Kinder unter 14 Jahren (3 763) (in Krefeld 60) waren in etwa einem Drittel der Fälle betroffen. 55,2 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen. In Krefeld waren 56 Mädchen betroffen.

Auf eigenen Wunsch wurden in der Stadt 26 Mädchen und Jungen in Obhut genommen, 71 wegen einer Gefährdung.

Grund für die Schutzmaßnahmen des Jugendamtes sind landesweit in den meisten Fällen die Überforderung der Eltern. An zweiter Stelle folgen Beziehungsprobleme der Eltern, an dritter die Vernachlässigung der Kinder.

In Mönchengladbach liegen die Zahlen bereits seit Jahren deutlich höher als in Krefeld.

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