Mit Kanalerneuerungen will SWK Aqua die Folgen von Starkregen besser in den Griff bekommen.

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Baustelle Parkstraße: Hier ist mit der Verlegung eines größer dimensionierten Mischwasserkanals bereits begonnen worden. Etliche Kanalbaubaustellen werden folgen.

Baustelle Parkstraße: Hier ist mit der Verlegung eines größer dimensionierten Mischwasserkanals bereits begonnen worden. Etliche Kanalbaubaustellen werden folgen.

Andreas Bischof

Baustelle Parkstraße: Hier ist mit der Verlegung eines größer dimensionierten Mischwasserkanals bereits begonnen worden. Etliche Kanalbaubaustellen werden folgen.

Krefeld. Noch voraussichtlich 20 Jahre wird es nach Einschätzung von Michael Rögele, Leiter der SWK Aqua, dauern, bis das Krefelder Kanalnetz soweit erneuert und vergrößert ist, dass es die zunehmenden Starkregenfälle verkraften kann. Eine Reihe größerer Bauvorhaben steht für 2010 und die Folgejahre auf dem Programm der Stadt-Tochter.

So soll im kommenden Jahr ein 2100 Meter langer Abwasserkanal vom Heidbergsweg bis zur Bataverstraße in Angriff genommen werden, denn 2011 muss die Hafenringstraße gebaut werden. Für 150 Anlieger im Bereich Hülser Berg (Kiebitz- und Rohrammerdyk, An der Leute, Talring, Rennstieg) wird eine 7000 Meter lange Druckentwässerungsleitung verlegt. Da es sich um eine geschlossene Ortslage handele, so Umweltamtsleiter Helmut Döpcke in der Sitzung des jüngsten Entwässerungsausschusses, müsse der Gebührenzahler die Kosten von knapp einer Million Euro tragen.

Für das dritte Quartal 2010 planen die Stadtwerke die Sanierung des Mischwasserkanals unter der St.-Anton-Straße über eine Lange von 635 Metern. Da das Stollenbauverfahren angewendet werde, käme es kaum zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Eingänge könnten in die Seitenstraßen verlegt werden.

Auch die Westwall-Anwohner erwartet eine Baustelle

Bereits im ersten Quartal erwartet die Anwohner des Westwalls zwischen Nordwall und Dionysiusstraße eine Baustelle: 852 Meter Abwasserkanal werden erneuert. Rund 1300 Meter lang wird der neue Regenwasserkanal von der Kaiserswerther Straße bis zum Linner Mühlengraben. Geplant ist dort auch ein Regenrückhalte- und ein Regenklärbecken.

Weitere Erneuerungen und und Vergrößerungen von Abwasserkanälen sind auf der Siempelkampstraße (1015 Meter zwischen Niedick- und Mevissenstraße) sowie auf der Inrather Straße (980 Meter zwischen Weyerhofstraße und Krüllsdyk) geplant. Mit der Genehmigung für den Neubau eines Regenrückhalte- und Regenklärbeckens rechnet die SWK Aqua im kommenden Jahr.

Zwei größere Kanalbaustellen sind für dieses Jahr in der Innenstadt geplant: Auf dem Westwall (erstes Quartal) und auf der St.-Anton-Straße (drittes Quartal). Wegen der Stollenbauweise sollen die Verkehrsbehinderungen allerdings auf ein Minimum beschränkt werden.

Angelaufen sind in Uerdingen die Arbeiten für die Erneuerung des Mischwasserkanals an Parkstraße und Lange Straße (720 Meter). Zusätzlich soll ein größeres Stauvolumen geschaffen werden. Weitere Stauräume und Rückhaltebecken für Regenwasser plant SWK Aqua im Bereich Engerstraße/Hüttenallee, am Sprödentalplatz (2012), an der Trautstraße in Traar und an der Stippergath (beides 2011) sowie an Trift/Hochfelder Straße/Hauptstraße in Oppum.

Laut Rögele fehlen noch Stauräume, um in Problemgebieten die Wassermassen nach Wolkenbrüchen umzuleiten. Dies soll künftig durch das Rückhaltebecken am Voltaplatz besser möglich sein.

Dennoch werde es weiter in Krefeld viele Problemstellen geben. "In der Unterführung Dießemer Bruch kann man eigentlich nichts machen", räumt ein SWK-Mitarbeiter ein. Schon die Eisenbahnbrücke verhindere große Baumaßnahmen.

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