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Archivbild Polizei

Krefeld. Weil ein Mitschüler während des Unterrichts Pfefferspray gesprüht hatte, haben am Donnerstagmorgen zehn Mädchen und Jungen der Hauptschule am Inrath über Augenreizungen und Atembeschwerden geklagt. Sie wurden aber nicht so schwer verletzt, dass sie in Krankenhäuser mussten, sagte Karl-Heinz Mielke von der Feuerwehr.

Nach Angaben der Polizei hatte eine 14-Jährige die Spraydose auf dem Weg zur Schule gefunden und dann Mitschülern gezeigt. Ein 13-Jähriger war so neugierig, dass er laut Polizei damit während des Unterrichts auf den Boden zielte. Obwohl nur eine geringe Menge austrat, zeigte das eigentlich zur Selbstverteidigung eingesetzte Spray sofort Wirkung. Die Lehrerin brach daraufhin gegen 10.45 Uhr den Unterricht ab und ließ Rettungskräfte alarmieren.

Zwei Rettungswagen, der Leitende Notarzt und der Führungsdienst der Feuerwehr rückten an. Nach der ärztlichen Untersuchung ging es den Schülern aber bereits wieder besser. Die 14-Jährige und ihr 13-jähriger Mitschüler wurden von der Polizei mit auf die Wache genommen. Sie ermittelt wegen des Verdachts einer Körperverletzung.

„Der Fall geht zur Staatsanwaltschaft, auch wenn der Junge noch nicht strafmündig ist“, so Polizeisprecher Wolfgang Weidner. Die beiden Jugendlichen wurden nach der Vernehmung von ihren Eltern abgeholt.