32-Jährige stieg immer wieder in Schulen, Kindergärten und Tagesstätten ein, um ihre Sucht zu finanzieren.

Andreas Bischof
Nachdem eine 32-Jährige ihren Job verloren hatte, wurde sie zur Serieneinbrecherin.

Nachdem eine 32-Jährige ihren Job verloren hatte, wurde sie zur Serieneinbrecherin.

Bischof, Andreas (abi)

Nachdem eine 32-Jährige ihren Job verloren hatte, wurde sie zur Serieneinbrecherin.

Düsseldorf. Viele Jahre lang führte Jacquline D. (Name geändert) ein völlig unauffälliges Leben. Sie machte eine Lehre zur Verkäuferin und wurde Mutter von zwei Kindern. Doch vor einem Jahr stürzte die 32-Jährige völlig ab. Sie verlor ihren Job, wurde massiv drogensüchtig und begann eine neue „Karriere“ als Serieneinbrecherin. Dafür musste sie sich am Freitag vor dem Amtsgericht verantworten.

Insgesamt 28 Einbrüche, Diebstähle und andere Delikte verübte Jacqueline D. zwischen Juli und November vergangenen Jahres. So drang sie mit Schraubenzieher und Meißel bewaffnet immer wieder in Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten ein. Offenbar mühelos gelang es ihr, innerhalb der Gebäude eine Tür nach der anderen aufzubrechen.

Oft war der Schaden viel größer als die Beute

Abgesehen hatte sie es vor allem, auf Bargeld, Computer, Beamer oder andere technische Geräte. Beim Durchstöbern eines Lehrer-Fachs fiel ihr eine Geldbörse mit 300 Euro und persönlichen Papieren in die Hände. Auch Kupferkabel oder Lebensmittel soll die junge Frau nicht verschmäht haben. Festgenommen wurde Jacqueline D. als sie gerade mit einer Taschenlampe auf dem Dach einer Kindertagesstätte stand und von eine Zeugin die Polizei alarmierte.

Oft war der Schaden größer als die Beute. So versuchte die 32jährige vergeblich, in eine Kindertagesstätte einzudringen – dabei ruinierte sie vier Fenster. Die Reparatur kostete 2000 Euro.

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