Die beiden Düsseldorfer Frank Urbas und Gerd Kehrberg legen nach. Mit Schalldämpfer soll die Tröte entschärft werden.

Tröten
Frank Urbas (li.) und Gerd Kehrberg planen mit der Mini-Vuvuzela den nächsten Coup.

Frank Urbas (li.) und Gerd Kehrberg planen mit der Mini-Vuvuzela den nächsten Coup.

Judith Michaelis

Frank Urbas (li.) und Gerd Kehrberg planen mit der Mini-Vuvuzela den nächsten Coup.

Düsseldorf. Die beiden Düsseldorfer Frank Urbas und Dirk Kehrberg schrieben im vergangenen Jahr eine der Erfolgsgeschichten der Fußball-Weltmeisterschaft. 5,2 Millionen verkaufte Vuvuzelas sorgten für den akustischen Teppich des Sport-Spektakels. „Mit dem Ende der WM ging der Verkauf allerdings gegen null“, sagt Urbas. Aber das Erfolgs-Duo plant schon den nächsten Coup. Zur Fußball-WM der Frauen in Deutschland soll es eine Mini-Ausgabe der Vuvuzelas geben: „Mit einem Schalldämpfer, damit es nicht so laut wird.“

Überrascht waren die beiden kaum, dass sich die Tröten im deutschen Spitzen-Fußball nicht durchsetzen konnten: „Wir hatten sie ohnehin nur als Event-Artikel konzipiert. Es ist auch nur noch ein kleiner Restbestand übrig.“ Die fehlende Nachfrage lag nicht zuletzt an dem „Stadionverbot“, mit dem viele Vereine die Vuvuzelas verbannten. „Ich fand das übertrieben“, meint Urbas, der allerdings einräumt, das afrikanische Vuvuzelas im Dauerbetrieb „etwas nervig“ sein können. Aber die Mentalität der deutschen Fußball-Fans sei völlig anders: „Da wird zwischendurch eine Bratwurst gegessen und ein Bier getrunken. Niemand bläst das ganze Spiel lang in eine Vuvuzela.“

Die Maschinen brauchen nur angeworfen zu werden

Trotzdem wollen Urbas und Kehrberg noch einmal einen Versuch starten: „Immerhin war Vuvuzela im vergangenen Jahr eines der meistgesprochenen Worte auf der ganzen Welt. Das war ein Riesenerfolg“ Interessenten für die Mini-Version, die auch bei der nächsten Europameisterschaft zum Einsatz kommen können, gibt es schon. Urbas: „Wir haben natürlich die Maschinen noch und brauchen sie nur anzuwerfen.“ Los geht es, sobald genug Bestellungen vorliegen. Durch den Schalldämpfer sollen die Mini-Vuvuzelas so gedrosselt werden, dass sie höchstens 80 Dezibel laut sind.

Trotzdem will man sich nicht allein auf die Tröten verlassen. „Kardinho“ heißt das aktuelle Projekt von Urbas und Kehrberg: „Das sind Autogrammkarten für den Amateurbereich. Die können aber nicht nur im Sport eingesetzt werden, sondern auch zum Beispiel bei Schützenvereinen.“ Da kann dann der frischgebackene König gleich nach seinem Volltreffer eine Autogrammstunde geben. Für das Projekt konnten die beiden Düsseldorfer den Fußball-Nationalspieler Marko Marin begeistern, der für „Kardinho“ seitdem eifrig die Werbetrommel rührt.

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