Die Angebote im Adrenalin-Shop reichen vom Fallschirmsprung bis zur Panzerfahrt.

Der ehemalige Stuntman Jochen Schweizer probiert seine Angebote selbst aus – hier das Vertibike, mit dem er senkrecht nach oben fährt.
Der ehemalige Stuntman Jochen Schweizer probiert seine Angebote selbst aus – hier das Vertibike, mit dem er senkrecht nach oben fährt.

Der ehemalige Stuntman Jochen Schweizer probiert seine Angebote selbst aus – hier das Vertibike, mit dem er senkrecht nach oben fährt.

Bernd Schaller

Der ehemalige Stuntman Jochen Schweizer probiert seine Angebote selbst aus – hier das Vertibike, mit dem er senkrecht nach oben fährt.

Düsseldorf. Viele Menschen sehnen sich nach dem ganz großen Abenteuer. Was sie neben ihrem oft stressigen Alltag erleben wollen, sind Authentizität, Originalität, fühlbare Erlebnisse.

Extremsportarten boomen, der Bungee-Sprung von einer Brücke ist längst nichts Besonderes mehr - die Menschen stürzen sich lieber direkt in tiefe Schluchten oder laufen mit dem Gesicht nach unten an Häuserfassaden herab.

Diesen Trend hat der ehemalige Stuntman und Extremsportler Jochen Schweizer längst erkannt und liefert seinen Kunden bereits seit mehreren Jahren besondere Geschenkideen: Er verkauft keine Gegenstände, sondern 800 verschiedene Erlebnisse.

Für jedes Gemüt ist etwas dabei, das Angebot reicht vom Fallschirmsprung über den Tauchgang im Schiffswrack bis zur Wellnessmassage - doch im Vordergrund steht das Abenteuer. Die Menschen kaufen sich bei Schweizer den Adrenalin-Kick, den ihnen ihr Alltag möglicherweise vorenthält.

Viele verwirklichen aber auch einfach nur Kindheitsträume, indem sie die Fahrt im Schaufelbagger buchen. So gesehen agiert Schweizer gekonnt am Puls der Zeit, denn sein Konzept ist in. Er bedient das Bedürfnis der Menschen nach dem Nervenkitzel, liefert die Idee und die unkomplizierte Umsetzung zum Teil recht spezieller Wünsche.

Jochen Schweizer hilft den Menschen dabei, ihre Triebe auszuleben

So kann man mit seiner Hilfe nicht nur mit Robben schwimmen oder einen Sportwagen fahren, sondern auch einen Kampfpanzer. Ebenfalls im Angebot: Ein SWAT-Training, wie es Sonderkommandos der Polizei machen. Teilnehmer müssen dort mit einer fingierten Geiselnahme fertig werden. Moralische Bedenken hat Schweizer wegen dieser Angebote nicht. "Ich bin Pazifist", sagt er. "Wer einen Panzer fährt, will nur wissen, wie sich schweres Gerät anfühlt. Das hat nichts mit Kriegsspielen zu tun."

So ist Schweizer nicht einfach nur ein Wunscherfüller, er hilft den Menschen auch dabei, ihre Triebe auszuleben. Dabei übernimmt er selbst die Rolle des Vermittlers, der die Produkte liefert, die nachgefragt werden. Und Erlebnisgeschenke sind offenbar der Renner, Schweizer erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 40 Millionen Euro.

Seit Freitag gibt es einen seiner "Adrenalin-Shops" auch in den Schadow Arkaden. Dort können Themenboxen in vielen Preiskategorien gekauft werden, aus denen der Beschenkte sich sein Wunscherlebnis aussuchen kann. Vielleicht ist es ja auch nur das Ponyreiten.

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