Molck kritisiert die Stadt. Das neue Halbjahresprogramm bietet vor allem wieder viel Bewährtes.

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Zu den Standards im Zakk gehört auch die Silvesterparty, die immer volle Hallen garantiert.

Zu den Standards im Zakk gehört auch die Silvesterparty, die immer volle Hallen garantiert.

Michaelis

Zu den Standards im Zakk gehört auch die Silvesterparty, die immer volle Hallen garantiert.

Düsseldorf. Die Kollegen hatten Zakk-Geschäftsführer Jochen Molck um eine möglichst kurze Ansprache bei der Vorstellung des neuen Halbjahresprogramms gebeten.

Und der kam tatsächlich mit nur drei Sätzen aus: „Wir halten die Entscheidung des Rates, unsere Zuschüsse nicht anzupassen, für falsch. Zakk ist kein Bambi-Schicki-Micki, sondern ein Kulturangebot für alle. Wir machen weiter ein abwechslungsreiches, gutes Programm.“

Der städtische Zuschuss bleibt 2013 bei 744 000 Euro, kalkuliert hat das Zakk aber mit einer Anpassung auf 790 000 Euro: „Faktisch ist das eine Kürzung und sie hat uns eiskalt erwischt“, sagte Molck dann noch auf Nachfrage.

Dass das Programm des Zentrums für Aktion, Kultur und Kommunikation an der Fichtenstraße nach wie vor stark ankommt, zeigt die Liste bereits ausverkaufter Veranstaltungen.

So gibt’s für die elf Stunk-Sitzungen ab 29. Januar keine Karten mehr, ebenso für das Calexico-Konzert am 26. Februar, den Rainald Grebe-Abend im Schauspielhaus oder Volker Pispers.

Neben den bekannten Namen bleibt wieder viel Raum für Newcomer

Große Zugkraft üben zudem natürlich wieder die bekannten Namen und Zakk-Stammgäste wie Martin Sonneborn (20. März), Max Goldt (27. Juni) oder Wladimir Kaminer (31. Mai) aus.

Im Musikprogramm ragen noch Tocotronic (7. März, fast ausverkauft), Phillip Boa (6. April) und die US-Grungeband Mudhoney (21. Mai) heraus. Sehr am Herzen liegt Zakk-Musikchef Miguel Passarge, der für sein Programm gerade erneut vom Landesmusikrat ausgezeichnet worden ist, aber auch die zweite Auflage der Messe für die lokale Musikszene am 16. März.

Und natürlich fördert das Zakk auch weiterhin Newcomer und Talente, etwa mit der vierten Auflage von „Frischfleisch-Comedy“.

Literarisch spannend ist das jetzt auch als Buch erschienene Projekt „Gemeinsame Geschichte(n)“, bei dem 20 Frauen und Männer im Pensionsalter, die einst aus aller Herren Länder nach Düsseldorf kamen, in einer Schreibwerkstatt auf Deutsche trafen und mit ihnen je eine Zuwanderergeschichte schrieben. Am Donnerstag ist um 16 Uhr im Zakk die Abschlussveranstaltung dazu.

Und sonst? Gibt es einen Termin für das diesjährige Zakk-Straßenfest: Es ist der 14. Juli.

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