220 Millionen Menschen hat die Rheinbahn 2014 befördert – so viele waren es zuletzt vor fünfzig Jahren.

Bilanz
Die Zahl der Rheinbahnkunden steigt immer weiter an. 2014 waren es schon 220 Millionen, da wird’s schon mal eng an der Haltestelle.

Die Zahl der Rheinbahnkunden steigt immer weiter an. 2014 waren es schon 220 Millionen, da wird’s schon mal eng an der Haltestelle.

Schaller

Die Zahl der Rheinbahnkunden steigt immer weiter an. 2014 waren es schon 220 Millionen, da wird’s schon mal eng an der Haltestelle.

Düsseldorf. Dem Rheinbahnvorstand ist bei der Vorlage des Geschäftsberichtes ein Ereignis aus dem Jahr 2014 noch besonders präsent: Pfingststurm Ela hatte tausende von Bäumen entwurzelt, Stämme und Äste lagen auf den Straßen und über den Gleisen, Oberleitungen hingen herab, es gab Stromausfälle. Die vierte Etage im Rheinbahnhaus war schwer getroffen worden, an den Fahrzeugen waren Schäden entstanden. Insgesamt betrug die Schadensumme etwa 1,3 Millionen Euro.

Dennoch dauerte es laut Rheinbahn nur vier Tage, bis wieder alle Linien fuhren, nur bei der am schwersten betroffenen Krefelder Strecke dauerte es etwas länger. „Das war eine Gemeinschaftsleistung“, sagt Vorstand Klaus Klar. Insgesamt 7550 Überstunden hätten die Mitarbeiter geleistet. Und auch diesem Einsatz sei es zu verdanken, dass die Rheinbahn ein gutes Jahresergebnis verzeichne.

„Wir konnten zwei Millionen Fahrgäste mehr begrüßen als im vergangenen Geschäftsjahr, eine Steigerung auf 220 Millionen und damit auf einen Wert wie vor 50 Jahren“, resümiert Rheinbahn-Vorstand Dirk Biesenbach. Dafür verantwortlich ist laut Rheinbahn-Sprecher Georg Schuhmacher die wachsende Einwohnerzahl Düsseldorfs sowie ein attraktives Ticket-System für alle Altersklassen. Der Umsatz stieg um 9,6 Millionen Euro. „Diese Zahlen stehen hauptsächlich für das gute Bilanzergebnis von -48,5 Millionen Euro (Zuschussbedarf, Anm. d. Red.), einer erneuten Verbesserung um 3,1 Millionen Euro“, sagt Biesenbach.

Der größte Teil der Investitionssumme von 47,9 Millionen Euro gehe wie in den vergangenen Jahren in die Infrastruktur (34 Prozent), in die Stadtbahn (26,6 Prozent) oder die Fahrzeugbeschaffung (35 Prozent).

Zwei Batteriebusse sind testweise unterwegs

2013 und 2014 hatte die Rheinbahn die Fahrzeugflotte einer Verjüngungskur unterzogen: Von den 425 Omnibussen wurden 155 neu angeschafft. Insgesamt investierte die Rheinbahn rund 40 Millionen Euro. Im vergangenen Herbst gab es bei der Busflotte eine weitere Neuerung: Zwei Batteriebusse gingen in die Testphase. Sie verkehren in Düsseldorf auf den Linien 778 und 779 im Rundkurs von Benrath über Garath und zurück nach Benrath.

Mit vollen Akkus können die Busse rund 150 Kilometer fahren. Der Verbrauch beträgt ungefähr 150 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Geladen werden die Akkus über Nacht im Betriebshof Benrath. Ob die Busse langfristig eingesetzt werden, ist noch nicht klar.

© WhatsBroadcast

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