Forderung nach Genehmigung für beliebten Imbiss.

wz mobil
Seit über 30 Jahren steht die Dönerbude von Hüseyin Soylu an der Cecilienallee. Jetzt soll die Ausnahmegenehmigung erlöschen.

Seit über 30 Jahren steht die Dönerbude von Hüseyin Soylu an der Cecilienallee. Jetzt soll die Ausnahmegenehmigung erlöschen.

Noch am Mittwoch gab es für die Hauptschule eine Ehrung. Dirk Frenzel (Bayer) überreichte den Schulpreis „SchülerTal“ an Schulleiter Paul-Hartmuth Fischer (r.) und Oliver Clemens.

Judith Michaelis, Bild 1 von 2

Seit über 30 Jahren steht die Dönerbude von Hüseyin Soylu an der Cecilienallee. Jetzt soll die Ausnahmegenehmigung erlöschen.

Düsseldorf. Viele Menschen haben kein Verständnis dafür, dass Hüseyin Soylu seine beliebte Dönerbude an der Cecilienallee räumen soll. Inzwischen machen sich auch Politiker für eine einvernehmliche Lösung zwischen dem Gastronomen und der Stadt stark. Doch diese verweist auf die Rechtslage.

Wie die WZ berichtete, will die Stadt Hüseyin Soylu seine Sondergenehmigung entziehen, mit dem anstehenden Wegzug des Türkischen Konsulats erlösche der Grund dafür. Normalerweise sind Imbissbuden auf der Straße laut Satzung nicht erlaubt. Soylu: „Meine Existenz ist bedroht.“

Hört man sich auf der Cecilienallee um, gibt es einen breiten Konsens für eine Ausnahme. „Es wäre schade, wenn der Imbiss verschwindet“, sagt zum Beispiel Martina Buß, die fast jeden Mittag zum Essen kommt, bei WZ mobil. „Man könnte auch in die Kantine des Sky Office gehen – da ist es aber teurer und schmeckt nicht so gut.“ Ihres Wissens hätten sich nicht einmal Anwohner beschwert, also könne doch das Gewohnheitsrecht den Ausschlag geben. Der Imbiss steht seit über 30 Jahren.

Auch Frank Heider sieht keinen Grund, die Erlaubnis zu entziehen: „Ich bin da tolerant.“ In der Gegend gebe es kaum Alternativen, wo man mittags schnell essen könne. Elke Thum arbeitet bei der Bezirksregierung und berichtet, dass viele Kollegen den Imbiss nutzen: „Wir haben schon diskutiert, ob der nicht vor unsere Tür ziehen kann“, sagt sie scherzhaft.

SPD-Bezirksvertreter Philipp Tacer fordert, dass die Stadt die Sondergenehmigung verlängert. „Der Dönerimbiss ist hier historisch gewachsen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass das Konsulat die einzige Begründung für eine Genehmigung ist.“ Horst Jakobskrüger, Bezirksvertreter für die FDP, indes meint: „Eine Verlängerung weckt Begehrlichkeiten, und die Cecilienallee darf keine Budenmeile werden.“ Er möchte sich stattdessen dafür einsetzen, dass Soylu mit dem Konsulat nach Heerdt ziehen darf. „Zudem gibt es an der Theodor-Heuss-Brücke, Nähe Yachthafen, ein ungenutztes Büdchen. Vielleicht wäre das ein alternativer Standort“ – ein Vorschlag, mit dem sich auch der Döner-Wirt anfreunden könnte.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer