Gelungene Premiere der Aktion von WZ und Firma Walgenbach.

Am Mittwoch haben WZ-Leser mit einem Profikoch bei Walgenbach-Küchen ein Drei-Gänge-Menu gekocht.
Am Mittwoch haben WZ-Leser mit einem Profikoch bei Walgenbach-Küchen ein Drei-Gänge-Menu gekocht.

Am Mittwoch haben WZ-Leser mit einem Profikoch bei Walgenbach-Küchen ein Drei-Gänge-Menu gekocht.

Lepke, Sergej (SL)

Am Mittwoch haben WZ-Leser mit einem Profikoch bei Walgenbach-Küchen ein Drei-Gänge-Menu gekocht.

Düsseldorf. Es duftet nach Limette und frisch gehacktem Knoblauch – Klaus Heuer, normalerweise Küchenchef im Benrather Restaurant Pigage, verfeinert um kurz nach halb acht ein letztes Mal die Vorspeise. Für ihn und seinen Kollegen Dario Rizzo ist nicht nur die Zubereitung dieses Rezepts eine Premiere – zum ersten Mal kochen die beiden Profiköche im Küchenstudio „Küchen und Geräte Walgenbach“ in Eller für und mit WZ-Lesern.

Die 30 geladenen Leser haben bei der Aktion „WZ kocht bei Walgenbach“ mitgemacht und ihre Lieblingsrezepte eingesendet. Eine Jury, bestehend aus Matthias Walgenbach und Elmar Fedderke (beide Geschäftsführer von Walgenbach), Rene Di Nardo (Geschäftsführer Restaurant Pigage), WZ-Verlagsleiter Christian Koke und Koch Klaus Heuer wählte die besten Rezepte aus und stellte die einzelnen Speisen zu einem Drei-Gänge-Menü zusammen.

Hobbyköche schauen dem Profi über die Schulter

„Wir freuen uns sehr, diese tolle Aktion gemeinsam mit der Firma Walgenbach durchführen zu können“, sagte WZ-Verlagsleiter Christian Koke zu Beginn des Abends und dankte Familie Walgenbach für die gelungene Kooperation.

Beim exklusiven Finale von „WZ kocht“ bewiesen Klaus Heuer und die Gewinner von Vor-, Haupt- und Nachspeise, dass viele Köche ganz und gar nicht den Brei verderben. Im Gegenteil: Gemeinsam schauten Profi- und Hobbyköche in die Töpfe, berieten sich bei der Vorgehensweise der Zubereitung und tauschten Tipps aus.

„Wer hat schon mal die Gelegenheit, sich von einem Profikoch in einem Küchenstudio bekochen zu lassen?“

WZ-Leserin Hannelore Rönsch

Seit 70 Jahren bietet die Familie Walgenbach Qualitätsküchen in Düsseldorf an – mittlerweile an der Gumbertstraße 156 auf 1600 Quadratmetern. Walgenbach versteht sich als Fachmarkt für Elektro-Hausgeräte und Küchenmodernisierung. „Im Sortiment gibt es nicht alles, aber dafür das Beste, was der Markt zu bieten hat“, so Geschäftsführer Elmar Fedderke. Darunter auch eine große Auswahl an Nolte-Küchen und Siemens-Küchengeräten.

Gegründet wurde die Firma Walgenbach 1946 von Wilhelm und Marga Walgenbach auf der Gumbertstraße 170 in den Räumen von Kaufhaus Schiffers. Dort standen die ersten Walgenbach-Verkaufstheken mit Haushalt- und Eisenwaren. Bereits 1952 musste die Firma Walgenbach größere Räume in der Gumbertstraße 156b beziehen, denn das Sortiment sollte erweitert werden. Zunächst kamen Herde und Öfen dazu, aber dabei blieb es nicht. Der unermüdliche Einsatz von Marga und Willi Walgenbach wurde von der Kundschaft anerkannt. Das Geschäft wuchs kontinuierlich.

Schon das erste Gericht des Abends, ein Avocado-Thunfisch-Tatar, sorgte für Begeisterung: Andrea del Polito, Gewinner der Vorspeise, verriet, wie er auf das Rezept kam: „Eigentlich wollte mein Kumpel das Gericht immer mal ausprobieren, aber er hat sich nie getraut. Deshalb habe ich es an einem Abend mit Freunden einfach mal gemacht. Und es hat allen super geschmeckt.“ Dass die Jury gerade seine Vorspeise kürte, war für den 33-Jährigen eine Überraschung: „Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Ich freue mich sehr.“

Der Höhepunkt des Abends war die Hauptspeise, die Koch Klaus Heuer gemeinsam mit Gewinnerin Nina Stern zubereitete. Die 40-Jährige ist leidenschaftliche Hobbyköchin und verwöhnt gerne ihre Freunde. „Ich mag Gerichte mit Komponenten, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, dann aber doch super schmecken“, sagte sie. Auch der Profikoch war von Nina Sterns Gericht, Rinderfilet aus dem Ofen mit Rote-Bete- und Erbsen-Minze-Püree, angetan und gab noch einen Tipp, um die richtige Konsistenz des Pürees hinzubekommen: „Der Fond, in dem die Erbsen weichgekocht werden, sollte immer aufgefangen werden. Dann kann man immer noch etwas nachgießen, wenn das Püree zu trocken ist“, erklärte er.

Den süßen Abschluss des Menüs bildete die Nachspeise von WZ-Leserin Simone Thedens. Das Rezept für das Heidelbeer-Tiramisu stammt von einer Freundin. „Das Tiramisu hat sie vor elf Jahren gemacht. Ich war sofort hin und weg. Seitdem mache ich es regelmäßig“, so die Unterbacherin.

Das Drei-Gänge–Menü wird auch im Freundeskreis ausprobiert

Am Ende des Abends traten alle Gäste mit vollem Magen und guten Vorsätzen die Heimreise an. „Ich werde das Menü gerne bei nächster Gelegenheit für meine Freunde nachkochen. Der Abend hat mir super gefallen“, sagte Anke Reinhardt aus Wuppertal. Auch Rolf und Hannelore Rönsch freuten sich, dabei gewesen zu sein: „Wer hat schon mal die Gelegenheit, sich von einem Profikoch in einem Küchenstudio bekochen zu lassen? Eine wirklich tolle Aktion.“

 

Alle Rezepte zum Nachkochen

Avocado-Thunfisch-Tatar
Für das Avocado-Tatar wird Sesam ohne Fett in Pfanne leicht angeröstet. Zwei Avocados schälen, vom Stein lösen und in möglichst feine Stückchen schneiden. Ein Viertel des Sesams für die Dekoration aufheben. Avocado mit einem Esslöffel Stangensellerie, geschält und so fein wie möglich klein geschnitten, zwei gehackten Knoblauchzehen, einem halben Teelöffel grüner Chilischote, entkernt und klein geschnitten, zwei Esslöffeln Limettensaft und einem Teelöffel klein geschnittener Korianderwurzel gut durchmischen. Zehn Minuten ziehen lassen. Mit Salz abschmecken. Sesam direkt vor dem Servieren unterheben.
Dann 300 Gramm rohen Thunfisch in Sashimi-Qualität (Rohverzehr) mit einem scharfen Messer in möglichst feine Stücke schneiden. Mit einem Teelöffel klein gehacktem Ingwer, einem Esslöffel in feine Scheiben geschnittener Frühlingszwiebel, einem Teelöffel Mohrenpfeffer und einem halben Teelöffel gemahlener Lemon Myrtle durchmischen. Zehn Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren mit Meersalz abschmecken.

Rinderfilet mit Rote-Bete- und Erbsen-Minze-Püree
Für das erste Püree drei Rote Beten, eine Süßkartoffel und einen sauren Apfel schälen, in kleine Würfel schneiden. Die Würfel mit Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und auf einem Backblech ca. 25 Minuten bei 210 Grad garen bis alle Komponenten weich sind. Mit 100 Gramm griechischem Joghurt fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zwei Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und vor dem Servieren über das Püree streuen.
Für das zweite Püree 500 Gramm Erbsen in 500 ml Gemüsefond weichkochen, abgießen, dabei etwas von dem Fond auffangen. Die Erbsen mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen, 50 Gramm Butter unterheben, salzen und pfeffern. Sollte die Masse zu fest sein, etwas vom Fond hinzufügen. 50 Gramm Parmesan und ein Viertel Bund feingehackter Minze unterrühren.
500 Gramm Rinderfilet salzen, pfeffern und in Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Währenddessen vier Esslöffel Dijonsenf und drei Esslöffel Honig verrühren und das angebratene Filet mit der Mischung einpinseln. Das Rinderfilet in einer feuerfesten Form im vorgeheizten Backofen (bei 200 Grad Ober-/Unterhitze) in 15 bis 20 Minuten fertig garen, so dass es einen rosa Kern behält.

Heidelbeer-Tiramisu
400 Gramm Heidelbeeren verlesen, waschen, gut abtropfen lassen und 50 Gramm beiseitestellen. 200 Gramm Mascarpone, 200 Gramm Magerquark, 70 Gramm Puderzucker und zwei Esslöffel Johannisbeerlikör gut verrühren. 200 Gramm der Beeren mit dem Schneidstab unter die Mischung arbeiten. 150 Gramm der Beeren, 50 Gramm Puderzucker und drei Esslöffel Limettensaft pürieren, durch ein feines Sieb streichen. 100 ml Johannisbeersaft, zwei Esslöffel Johannisbeerlikör und 20 Gramm Puderzucker aufkochen, etwas abkühlen lassen. 100 Gramm Löffelbiskuits zehn Minuten darin tränken. Abwechselnd Biskuits, Mascarponecreme und Heidelbeersoße in eine Glasform schichten. Mit 50 Gramm Heidelbeeren garnieren.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer