Im April wollen die zurzeit noch 25 aktiven Mitglieder des Vereins nach über einjähriger Pause wieder von ihrer Wiese aus abheben.

Ein Bild aus alten Tagen – und der Zukunft: Im April heben die Segelflieger wieder an der Wolfsaap ab.
Ein Bild aus alten Tagen – und der Zukunft: Im April heben die Segelflieger wieder an der Wolfsaap ab.

Ein Bild aus alten Tagen – und der Zukunft: Im April heben die Segelflieger wieder an der Wolfsaap ab.

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Ein Bild aus alten Tagen – und der Zukunft: Im April heben die Segelflieger wieder an der Wolfsaap ab.

Düsseldorf. Die Segelflieger des Düsseldorfer Aero-Klubs haben endlich ihren Pachtvertrag. „Wir sind uns einig geworden“, erklärte Vorsitzender Hans-Georg Früh auf Anfrage der Westdeutschen Zeitung nach Gesprächen mit dem Bundesforst. Das Schriftstück müsse nur noch unterzeichnet werden und sei ab Mittwoch gültig.

Der Pachtvertrag für die Wiese des ehemaligen Truppenübungsplatzes am Aaper Wald laufe erstmal ein Jahr, verlängere sich aber automatisch immer wieder neu.

Damit endet die monatelange Hängepartie für den Düsseldorfer Verein, der aufgrund fehlender Start- und Landemöglichkeiten in Düsseldorf im vergangenen Jahr zu einem befreundeten Verein nach Grevenbroich ausgewichen ist.

Die Folge war nicht nur, dass statt der hiesigen Region der Tagebau von Garzweiler von oben aus betrachtet werden musste: Immer mehr Mitglieder kehrten dem Verein den Rücken. Übrig blieb von 60 Aktiven nur ein harter Kern von etwa 20 Mitstreitern. Da sich eine Lösung in den vergangenen Wochen abzeichnete, sind es mittlerweile wieder 25.

Hinzu kommen 60 passive Mitglieder. „Ich denke, dass wir schon bald die frühere Zahl erreicht haben“, glaubt Früh an einen schnellen Auftrieb des Vereins. Vier Fluglehrer stehen bereits in der Warteschleife. Acht Flugzeuge sind in einer Halle südlich des Düsseldorfer Geländes eingemottet und können in diesem Jahr wieder wenige Meter entfernt von den Piloten gestartet werden.

Auch die Wiese zwischen Startplatz und Winde gehört jetzt zum Vertrag

Die Wiese der Segelflieger gehörte früher zum Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Als die den Standort aufgab, sollte das Gelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verkauft werden. Der Plan scheiterte, das Areal wurde in die Bima-Abteilung Bundesforst integriert. Seit Monaten haben die Segelflieger dort versucht, einen Pachtvertrag zu erhalten.

Ohne gültiggen Pachtvertrag stellt die Bezirksregierung keine Start- und Landegenehmigung aus.

Im südlichen Bereich des Geländes ist offenbar eine größere Aufforstung geplant.

„Im Grunde genommen ist jetzt wieder alles so wie früher“, erklärt Früh. Einschränkungen gebe es durch den Vertrag keine – im Gegenteil: Bestandteil des Schriftstücks sei jetzt im Gegensatz zu den Verträgen mit der Bundeswehr früher auch die so genannte Schleppstrecke, jener Teil der Wiese, die zwischen Startplatz und Seilwinde liegt.

„Das ist uns auch ganz lieb so, dass das so läuft“, freut sich der Vorsitzende. So könne nicht plötzlich ganz überraschend ein Ponyhof dort hinkommen.

Ein offizielles Startdatum mit einem symbolischen Rückflug aus Grevenbroich gibt es bislang nicht. „Aber wir werden auf jeden Fall im April wieder auf den Platz gehen.“ Die kommenden Wochen müssten jetzt genutzt werden, um Unebenheiten zu beseitigen und Löcher zuzuschütten.

Das alles wieder beim Alten ist, gilt laut Früh auch für den Eigentümer des Gutes Grütersaap auf der anderen Seite der Segelflugwiese. „Die Wiese wird wieder von Albert Görsmeyer gemäht.“

Der wusste am Dienstag noch nichts von einer Annäherung, durch die er seine 700 Schafe wieder auf das Gelände lassen könne. Mähen allerdings durfte er auch im vergangenen Jahr. „Sonst wären die Wiesen ja ganz verwildert.“

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