Im Rathaus ist man von den Bedenken überrascht.

Düsseldorf. Im Landtag stößt die Idee für den Bau von Wohntürmen am Rheinturm auf Widerstand. Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) hat in einem Schreiben an das Planungsamt der Stadt ihre Bedenken ausgeführt. Sie fürchtet, dass von den 200 Meter Luftlinie entfernten und deutlich höheren Gebäuden ein terroristischer Anschlag ausgehen könnte. Die Lichtkuppel sei leicht zu erreichen. Außerdem: Mit der Bebauung des Parkplatzes ginge Entwicklungsraum für das Regierungsviertel verloren.

Im Rathaus ist man überrascht von derartigen Befürchtungen. Vor allem, weil in unmittelbarer Umgebung des Landtags schon deutlich höhere Bauwerke stehen – etwa Rheinturm, Rheinknie-Brücke und Portobello-Haus.

Die Polizei will öffentlich keine Gefahrenbewertung vornehmen und der Landtag hat dort auch keine angefragt.

Zum Hintergrund: Nach Beschluss des Planungsausschusses läuft eine Ausschreibung für das Grundstück der städtischen Immobilientochter IDR. Eine Jury soll das beste eingereichte, städtebauliche Konzept auswählen, das dann sämtliche politische Gremien durchlaufen muss. Ob wirklich Wohntürme gebaut werden, ist völlig offen. Dafür hatte lediglich Architekt Christoph Ingenhoven (siehe Simulation) einen Entwurf vorgelegt. ale

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