Rektor Piper erläutert die Verwendung von 18,4 Millionen Euro.

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Rektor Michael Piper sieht die Gebühren gut eingesetzt.

Rektor Michael Piper sieht die Gebühren gut eingesetzt.

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Rektor Michael Piper sieht die Gebühren gut eingesetzt.

Düsseldorf. "Die Sitzung hat gezeigt, dass es keine Sparstrümpfe gibt, in die ein Teil der Studiengebühren fließt", sagt der Rektor der Heine-Uni, Michael Piper, nach der Sondersitzung des Senats am Dienstag. Damit sieht er Berichte über Verzögerungen bei der Verwendung der Einnahmen widerlegt.

Insgesamt hat die Universität zwischen dem Sommersemester 2007 und dem vergangenen Wintersemester 18,4 Millionen Euro Studiengebühren eingenommen. Ausgegeben wurde bislang rund 13 Millionen. Weitere knapp sieben Millionen wurden für Projekte eingeplant. Damit hat die Uni etwa 1,8 Millionen Euro mehr ausgegeben, als sie bislang Studiengebühren eingenommen hat.

Die Gebühren verteilen sich je zur Hälfte auf die Fakultäten und auf zentrale Ausgaben. Dazu zählen die Verbesserung der Studien infrastruktur oder auch zentrale Einrichtungen wie die Unibibliothek, wo die Öffnungszeiten dank der Gebühren verlängert werden konnten. Die 4,5 Millionen Euro, die für Projekte eingeplant werden, fließen zum Beispiel in das Studienservicecenter oder in eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung.

"Ausgelobt wird außerdem dafür der Lehrpreis für den besten Professor sowie für Reformprojekte an den Fakultäten", sagt Prorektor Ulrich von Alemann. Bei den Fakultäten bekommt die Philosophische Fakultät mit gut 3,5 Millionen Euro den größten Anteil an den Studiengebühren.

Dass die Studienbedingungen über die gezahlten Gebühren verbessert wurden, erkennen die studentischen Vertreter im Senat durchaus an. "Es ist aber das falsche Signal, dass seit langem bestehende Mängel nun durch Studiengebühren behoben werden. Das wäre eigentlich die Aufgabe des Staates. Außerdem haben die Gebühren negative soziale Folgen für viele Studenten", ärgert sich Malte Kohns.

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