Atomkraftwerke erzeugen mit radioaktiven Stoffen Strom. Dabei entsteht Abfall – dieser muss gelagert werden.

Derzeit wird ein Endlager für Atommüll gesucht.
Derzeit wird ein Endlager für Atommüll gesucht.

Derzeit wird ein Endlager für Atommüll gesucht.

dpa

Derzeit wird ein Endlager für Atommüll gesucht.

Zu Hause kommt der Müll in die Tonne, dann wird er abgeholt. Manches davon kann man wiederverwenden. Andere Teile werden zum Beispiel verbrannt. Mit Atommüll geht das nicht.

Denn dieser Abfall ist für Menschen gefährlich, er enthält radioaktive Stoffe. Das heißt, sie senden Strahlen aus und das über Tausende von Jahren. Deshalb wird derzeit in Deutschland ein Ort gesucht, wo Atommüll sehr sehr lange liegen kann: ein Endlager. Strahlung darf von dort nicht nach außen dringen. „Darum müssen die Abfälle 300 bis 1500 Meter tief in der Erde gelagert werden“, sagt die Geologin Nicole Schubarth-Engelschall. Die Gesteins-Expertin soll mit Kollegen einen Platz für ein Endlager finden.

Ein Endlager für Atommüll muss enorme Hitze aushalten

Das Gestein dort muss sehr dick sein. Der hoch radioaktive Atommüll ist nämlich heiß wie ein Backofen. Weil er nicht einfach verrottet, wie beispielsweise ein Apfel, muss das Endlager außerdem sehr lange halten. „Wir planen mit einem Zeitraum von einer Million Jahre“, sagt die Expertin. Bevor die Geologen losgehen, Löcher bohren und den Boden untersuchen, sammeln sie erst mal Informationen: Welche Gesteinsschichten gibt es in den verschiedenen Gegenden Deutschlands? Einige Orte scheiden dann bereits aus, zum Beispiel weil das Gestein dort nicht dick genug ist.

Gebiete, die sich vielleicht für ein Endlager eignen, schauen sich die Geologen dann genauer an. Dafür untersuchen sie den Boden mit verschiedenen Methoden und bohren tief in die Erde. So finden die Geologen heraus, wie das Gestein aufgebaut ist. Könnten sich Risse bilden, durch die Wasser im Gestein sickert, wäre der Ort ungeeignet für ein Endlager. Denn mit dem Wasser könnten radioaktive Stoffe in Flüsse oder ins Trinkwasser gelangen. Für Abfälle, die nur schwach strahlen, wird derzeit das ehemalige Bergwerk Konrad umgebaut. Es ist aber nicht sicher genug für ein richtiges Endlager. Der Ort dafür soll in 14 Jahren feststehen. Ob die Suche bis dahin gelingt? Das kann Nicole Schubarth-Engelschall noch nicht sagen. Sie und ihre Kollegen stehen damit noch am Anfang.

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