Barbara Oxenfort wünscht sich wieder einen richtigen Jazz-Club.

Altstadt
Barbara Oxenfort ist Hausherrin im Weinhaus Tante Anna. Ihre Familie führt das Traditionshaus in sechster Generation. Oxenfort war Venetia von Karnevalsprinz Josef Hinkel.

Barbara Oxenfort ist Hausherrin im Weinhaus Tante Anna. Ihre Familie führt das Traditionshaus in sechster Generation. Oxenfort war Venetia von Karnevalsprinz Josef Hinkel.

Barbara Oxenfort ist Hausherrin im Weinhaus Tante Anna. Ihre Familie führt das Traditionshaus in sechster Generation. Oxenfort war Venetia von Karnevalsprinz Josef Hinkel.

Düsseldorf. Das Herz Düsseldorfs, Touristen-Magnet, die längste Theke der Welt, aber auch ein Ort mit Gewaltpotenzial – die Altstadt hat viele Gesichter. Hier bin ich aufgewachsen und mit meinem Weinhaus Tante Anna mitten im Geschehen. Ich setze viele Hoffnungen in die neuen Bauprojekte und glaube, dass der Umbau des Stadthauses an der Mühlenstraße und das Andreas-Quartier der Altstadt sehr gut tun werden. Das bringt neue Impulse. Verbesserungswürdig ist das Erscheinungsbild nach außen. Die längste Theke der Welt ist das schlimmste Image, dass der Altstadt widerfahren konnte, ist meine Überzeugung. Es gibt viele andere Dinge, mit denen man besser werben könnte. Zum Beispiel die herrliche Rheinuferpromenade und der vielseitige Einzelhandel. Außerdem wünsche ich mir als Gastronomin mehr Veranstaltungen, die anspruchsvollere Gäste anlocken. Veranstaltungen wie der Altstadt-Herbst oder die Jazz Rally beweisen, dass das funktioniert. Am meisten würde ich mir aber wünschen, dass wieder mehr Düsseldorfer zu uns kommen. Wie das funktionieren soll? Zum Beispiel mit einem Jazz-Club. Allerdings ist das ohne Investor nicht möglich. Da haben wir eine lange Tradition, die nicht mehr gepflegt wird. Das liegt mir besonders am Herzen, weil ich selbst auch Musikerin bin. Insgesamt ist die Altstadt aber schon jetzt besser als ihr Ruf. Es gibt hier eine unglaubliche Vielfalt. Ich selbst gehe gern ins Ohme Jupp oder ins Op de Eck. Es gibt auch sehr interessante neue Restaurants. Der „Sauf-Tourismus“ spielt sich fast nur auf der Bolker- und der Kurze Straße ab. Das sind eineinhalb Straßen. Dazwischen gibt es wiederum auch sehr gute Gastronomie. Wie in anderen Bereichen ist es da nur eine Minderheit, die Probleme macht. Und das auch meist nur an Wochenenden.

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