Wer glaubt, in der Stadt sei Essig mit Rodeln, hat sich getäuscht. Die WZ stellt ein paar schöne Ecken für Schlittenfahrer vor.

Düsseldorf. Geschlossene Schneedecke, trockener Frost und Sonnenschein - ideale Bedingungen für eine rasante Abfahrt. Düsseldorf ist zwar nicht Kitzbühel, Gelegenheiten zum Schlittenfahren gibt es aber zuhauf. Die WZ zeigt die besten Stellen. Und worauf man beim Schlittenkauf achten sollte.

Grafenberger Wald: Der Berg nahe dem Staufenplatz ist der Klassiker unter den Rodelstrecken. Schön im Wald gelegen finden Rodelfreunde hier dicht aneinander mehrere Abfahrten unterschiedlichen Niveaus: für gemütliche Rodler und kleine Kinder bis zu sportlicheren Strecken.

Segelflugplatz Grafenberg: Auch hier bieten sich Schlittenfahrern unterschiedlich steile Strecken, allerdings kommen auch waghalsige Fahrer auf ihre Kosten. Aber Vorsicht: Wie berichtet kam es hier auf vereister Piste vor einem Jahr zu mehreren Stürzen mit sehr ernsten Verletzungen.

Südpark: Die beste Rodelstelle in dem großen Park ist der Abhang am Ufer des Deichsees. Wer sich zwischendurch mit einem Kaffee wärmen will: Das Café im Südpark hat außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Bilk/Unterbilk: Auch mitten in der Stadt bieten sich Möglichkeiten für kleinere Abfahrten, zum Beispiel auf der so genannten Teletubbie-Wiese gegenüber vom Stadttor. Viel Schlittenbetrieb herrscht nachmittags auch in dem kleinen Park zwischen Volmerswerther, Max-Brandts-Straße und Sternwartstraße.

Linksrheinisch: Auf der anderen Rheinseite kann man an mehreren Stellen kleinere Abfahrten machen. Der Niederkasseler Deich bietet auf großer Breite Platz zum Rodeln. Eher für Kinder geeignet ist auch der Feldmühleplatz in Oberkassel, den man über die San-Remo-Straße erreicht.

Hellerhof: Entlang des Altrheins an der Urdenbacher Kämpe gibt es zwar schöne Abhänge, aber auch viele Bäume. Nur am westliche Zipfel von Hellerhof kann man gefahrlos in die Tiefe brausen. Zugang über den Hellerhofweg.

Holz oder Plastik: Welcher Schlittentyp passt zu mir?

Auf die Grundfrage "Holz oder Plastik?" hat Schlittenverkäufer Georg Bossel eine klare Antwort: "Holz ist deutlich solider und langlebiger." Allerdings gebe es auch hier Unterschiede, wirklich stabile Schlitten mit gutem Aufbau würden um die 100 Euro kosten.

Bossel ist dagegen kein Freund von Plastikschlitten. Auch hier gebe es aber Modelle aus höherwertigem Material. Für solche Schlitten könnte sprechen, dass sie oft leichter sind. Insofern könnten sie für Kinder auch durchaus geeignet sein, weil sie mit ihrem geringen Gewicht nicht so hohe Anforderungen an die Belastbarkeit stellen. Weiterer Vorteil des klassischen Holzschlittens allerdings: Sitzen oder Bauchlage, alles ist möglich.

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