37-jähriger Angestellter muss 1000 Euro Geldstrafe wegen Körperverletzung zahlen.

Düsseldorf. Rabiat wurde ein 37-jähriger Tankstellen-Mitarbeiter, als er nachts einen Wildpinkler vor seiner Werkstatt in Heerdt ertappte. Er schlug dem 31-Jährigen mit der Faust ins Gesicht und trat ihn anschließend auch noch ins Hinterteil. Wegen Körperverletzung musste sich der Mann am Dienstag vor dem Landgericht verantworten.

Der Angeklagte machte am 1. November vor zwei Jahren gegen 1.20 Uhr gerade Pause in einem benachbarten Imbiss am Nikolaus-Knopp-Platz. Der Wirt machte ihn dann darauf aufmerksam, was gerade vor der Tankstelle passierte: „Da stand ein Mann, der gegen das Fahrzeug eines Kunden pinkelte.“

Wie der Tankstellen-Mitarbeiter erklärte, sei er daraufhin nach draußen gegangen und habe den 31-Jährigen angesprochen: „Was machst du da?“ Bestenfalls will er den Mann geschubst, aber nicht geschlagen haben.

Angeklagter soll wortlos zugeschlagen haben

Dem widersprach das Opfer, das zu dem Zeitpunkt ein Praktikum bei einer Spedition machte. Der 37-Jährige sei plötzlich aufgetaucht, habe wortlos zugeschlagen und dann auch getreten. Allerdings trug der Mann keine schweren Verletzungen davon. Außerdem habe er auch nicht gegen ein Auto, sondern ins Gebüsch gepinkelt.

Das Gericht hielt die Version des Praktikanten für wahrscheinlicher und verurteilte den Tankstellen-Angestellten zu 1000 Euro Geldstrafe. Immerhin 500 Euro weniger, als der 37-Jährige im ersten Prozess vor dem Amtsgericht kassiert hatte.

© WhatsBroadcast

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