48-Jähriger verteidigte sich auf der MS Jan Wellem angeblich gegen einen Randalierer. Jetzt sitzt er auf der Anklagebank.

48-Jähriger verteidigte sich auf der MS Jan Wellem angeblich gegen einen Randalierer. Jetzt sitzt er auf der Anklagebank.
Normalerweise geht es auf dem Deck beschaulich zu.

Normalerweise geht es auf dem Deck beschaulich zu.

Lepke

Normalerweise geht es auf dem Deck beschaulich zu.

Normalerweise geht an Deck des Ausflugsschiffes Jan Wellem friedlich und beschaulich zu. Am 10. Juli vergangenen Jahres, dem Tag des Finalspiels der Fußball-Europameisterschaft, hatte einer der Gäste aber wohl schon nachmittags zu tief ins Glas geschaut. Als der Mann Passagiere belästigte, fühlte sich ein 48-Jähriger bedroht. Er soll dem Randalierer einen Stuhl auf den Kopf geschlagen haben, um sich zu verteidigen. Der war danach angeblich ausgeknockt und nicht mehr ansprechbar. Seit gestern muss sich der 48-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten.

Wie der Angeklagte berichtete, habe der etwa 1,90 Meter große und 130 Kilo schwere Mann auf beiden Decks des Schiffes Passagiere beleidigt: „Ich wollte ich sagen, dass er aufhören soll.“ Als der Angreifer mit geballten Fäusten auf ihn zulief, habe er den Stuhl genommen: „Ich fühlte mich bedroht.“ Dann kam es zu einem Gerangel, bei dem beide zu Boden gingen. „Der blieb da liegen. Ich habe mich auch gewundert“, erklärte der Angeklagte. Da das mutmaßliche Opfer nicht erschien, geht der Prozess am 27. Oktober weiter.

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