Streitschlichter wurde mit Tritten das Nasenbein gebrochen. Verfahren wurde gegen Geldauflagen eingestellt.

Statue der Justitia
Symbolbild.

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dpa

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Ganz brav saßen zwei Hausfrauen und die Mitarbeiterin einer Sicherheitsfirma auf der Anklagebank des Amtsgerichtes, neben ihnen ein Dachdecker. Dass die 35 und 36 Jahre alten Frauen zu brutalen Gewaltausbrüchen neigen könnten, mochte man ihnen kaum zutrauen. Doch die Vorwürfe in der Anklageschrift waren heftig. Bei einer Kneipen-Prügelei in Eller soll das Trio einen 36-Jährigen so brutal zusammengetreten haben, dass dem Mann das Nasenbein gebrochen wurde. Angeblich wollte der Mann den Streit nur schlichten.

Im Juli vergangenen Jahres war es spät geworden in der Kneipe an der Straße Auf’m großen Feld. Gegen zwei Uhr nachts saßen zwei der Angeklagten vor dem Lokal. Und sollen sich über den Wirt unterhalten haben. Der hatte einer der Frauen angeblich über Facebook eine Nachricht geschickt. Das Gespräch bekam offenbar die Freundin des Gastronomen mit, die direkt hinter den beiden stand.

Der Hauptzeuge erschien nicht zum Prozess

Daraus soll ein Streit entstanden sein, der sich zu einer wilden Prügelei entwickelte. Allerdings gehen die Aussagen, wer dann was gemacht haben soll, völlig auseinander. Eingemischt haben soll sich der Dachdecker, der ebenfalls auf der Anklagebank saß. Und das mutmaßliche Opfer hat sich angeblich zunächst auf der anderen Straßenseite befunden und wollte dann für Ruhe sorgen.

Aus bislang unbekannter Ursache entluden sich die Aggressionen an dem 36-Jährigen, der zu Boden ging. Die drei Frauen sollen dann zugtreten haben. Und zwar so brutal, dass der Streitschlichter den Abdruck eines Nike-Sportschuhs auf der Stirn hatte. Mit einem Nasenbeinbruch und einer Gehirnerschütterung wurde er ins Krankenhaus gebracht. Gestern erschien der Hauptzeuge nicht zur Verhandlung. Das Verfahren wurde daraufhin vorläufig eingestellt. Die Frauen müssen aber je 400 Euro, der Dachdecker 1200 Euro an den Weißen Ring zahlen.

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