Politik diskutiert, ob trotz einiger neuer Angebote genug für den Breitensport getan wird.

Düsseldorf. Als die Marke „Sportstadt Düsseldorf“ im Zuge der Olympia-Bewerbung zu Beginn des Jahrtausends kreiert wurde, gab es viel Hohn und Spott. Zu dürftig war vor allem das, was die Aushängevereine Fortuna und DEG damals boten. Dabei verstand sich die „Sportstadt“ von Anfang an auch als Förderer des Breiten- und vor allem des Kinder- und Jugendsports, wofür unter anderem das erfolgreiche Düsseldorfer Bewegungsmodell an Schulen (Check, Re-Check) steht. Hinzu kamen gewaltige Investitionen in die Sportanlagen (viele neue Sporthallen und Kunstrasenplätze).

Dennoch flammt immer wieder neu die debatte über die Qualität der Sportstadt Düsseldorf auf. Und das auch sozusagen aus dem Inneren Zirkel. Zuletzt übte FDP-Sportpolitikerin Monika Lehmhaus Kritik: „Es läuft nicht optimal, vor allem im Bereich Breitensport und was neue Sportangebote betrifft, ist Düsseldorf nicht so toll“, sagt sie. Außerdem würde zu viel im stillen Kämmerlein ausgeklüngelt. Sofort erntete sie Gegenwind auf breiter Front. Die führenden Sportexperten von SPD (Burkhard Albes, Claudia Bednarski), CDU (Stefan Wiedon) und Grünen (Günter Karen-Jungen, Wolfgang Scheffler) wollten das so nicht stehen lassen. während Wiedon die Sportstadt insgesamt gut aufgestellt sieht, aber eine noch stärkere Förderung der Vereine (insbesondere im Nachwuchsbereich) anmahnt, verweisen die Ampel-Partner der FDP auf die große Beteiligung der Bürger gerade im Sportbereich. Das kostenlose Angebot „Sport im Park“, die Schaffung von Multifunktionsflächen für Jedermann, die Zuschüsse für Vereine für Infrastruktur und Veranstaltungen. „Wir fördern nun wirklich viel mehr als Top-Events wie die Tour de France“, sagt Karen-Jungen, und nennt sozial nachhaltige Investitionen in den Sport Action Bus oder in Sportangebote für Flüchtlinge. Claudia Bednarski fügt hinzu: „Wir überprüfen zudem die Wirksamkeit der Maßnahmen mit wissenschaftlicher Begleitung, damit die Fördermittel richtig eingesetzt werden.“

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