Acht Tage Frost am Stück, das gab’s lange nicht – und es wird noch kälter. Schon jetzt gibt es Probleme mit der Eiszeit.

Düsseldorf. Der Frost hat die Stadt fest im Griff: Seit dem ersten Weihnachtstag friert es mittlerweile ohne Unterbrechung - acht Tage Bibbern am Stück, das hat es zuletzt im Januar 2006 gegeben.

Schlechte Nachricht für Frostbeulen: Es kommt sogar noch ärger. Am Mittwoch, behaupten Meteologen, sollen die Temperaturen richtig in den Keller gehen. Minus 13 Grad könnte es kalt werden. Dabei sorgt der Frost schon jetzt für Kummer:

Sicherheit 80 Warntafeln und 42 Eisleitern hat das Gartenamt an Teichen und Bächen angebracht. Die gelben Leitern dienen dazu, Menschen, die im Eis eingebrochen sind, aus ihrer gefährlichen Lage zu befreien.

"Wir raten dringend ab, das Eis zu betreten", sagt Manfred Krick, Chef des Gartenamts. "Selbst, wenn es dick genug scheint, kann man einbrechen." Zum Betreten freigegeben wird wie in den Vorjahren keine Eisfläche.

Es ist verboten, Eisflächen zu betreten - der OSD kontrolliert

Laut Straßensatzung ist es sogar verboten, aufs Eis zu gehen. "Das kontrollieren wir verstärkt", sagt Peter Theisen vom Ordnungsamt. Besonders von den Eisflächen im Südpark und Buga-Gelände, habe man in den vergangenen Tagen allzu leichtsinnige Zeitgenossen holen müssen.

Straßenverkehr Laut Polizei hat es bis jetzt nur kleine Glatteisunfälle gegeben. "Das lag auch daran, dass wegen des Brückentags auf den Straßen nicht viel los war", sagt Sprecher Wolfgang Rodax. Das dürfte ab Montag anders werden. "Dennoch hoffen wir, dass die Verkehrsteilnehmer vorsichtig unterwegs sind. Auch, wenn’s keine Pflicht ist, Winterreifen können auf jeden Fall nicht schaden."

Der Entsorger Awista ist gut gerüstet und mit 150 Mitarbeitern und 30 Streufahrzeugen im Einsatz, alle großen Straßen, Kreuzungen und neuralgische Stellen sind eisfrei. Probleme machen aber die Reste der Silvesterknallerei. "Die Verschmutzungen sind wegen des Schnees kaum zu erkennen und zudem festgefroren", sagt Awista-Sprecher Ralf Böhme. Wegen des Frostes habe man bei der Straßenreinigung kein Wasser einsetzen können.

Obdachlose 300 Menschen in Düsseldorf "machen Platte", sprich, sie haben keinen festen Wohnsitz und wollen auch nicht in Notunterkünfte. Das schätzt Hubert Ostendorff von fifty-fifty. Er appelliert an die Düsseldorfer, nicht einfach wegzusehen. "Menschen, die in Hauseingängen liegen, könnten bewusstlos sein und erfrieren. Im Zweifel sei es besser, Polizei oder OSD einmal zu viel als zu wenig zu alarmieren.

Umwelt Dem Grünzeug macht der Frost nichts aus. "Selbst die Palmen am Tausendfüßler halten das aus", sagt Manfred Krick. Die Zitrusbäume aus dem Benrather Schlosspark wurden vorsichtshalber reingeholt.

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