Nasse Keller sind programmiert. Feuerwehr und VDI geben Tipps zum Gebäudeschutz.

Hausbesitzer
Ein Warnhinweis in einem Hausflur an der Quirinstraße.

Ein Warnhinweis in einem Hausflur an der Quirinstraße.

Arend

Ein Warnhinweis in einem Hausflur an der Quirinstraße.

Düsseldorf. Das Hochwasser geht zurück, doch dies ist nur von kurzer Dauer. Am Mittwoch hat der Rheinpegel die Acht-Meter-Marke unterschritten. Diese Entwicklung soll sich laut Hochwasserschutz der Stadt bis zum Donnerstag fortsetzen. Vor dem Hintergrund der vorausgesagten Niederschläge am Oberlauf werde sich dies allerdings schon am Freitag wieder ändern.

Bis dahin jedoch gilt: Geht das Hochwasser zurück, steigt das Grundwasser. Das bedeutet nasse Keller. Der Verein Deutscher Ingenieure rät zu Vorsichtsmaßnahmen. Es sollten z.B. keine Wertgegenstände im Keller gelagert werden. Das gelte auch für Heizöl und Chemikalien.

Die Feuerwehr hat bislang noch keine größeren Probleme mit nassen Kellern. „Die Menschen müssen wissen, dass wir das Wasser nicht abpumpen können,“ sagt der Pressesprecher der Feuerwehr Heinz Engels. „Wenn wir das täten, könnten wir damit das ganze Fundament unterspülen.“ Es schade also mehr, als dass es nütze. „Dass die Keller nass werden, liegt an der Bauweise der älteren Häuser“, erklärt Hausbesitzer Rolfgeorg Jülich. Den Häusern fehle im Fundament die so genannte „weiße Wanne.“ Deshalb warnt er seine Mieter immer rechtzeitig. „Bei uns haben sich noch keine Hausbesitzer mit Problemen gemeldet“, sagt auch Renate Blinne von Haus und Grund.

Die Baufachleute des Kö-Bogens machen sich wegen des ansteigenden Grundwassers keine Sorgen. „Wir sind bei unseren Berechnungen ohnehin vom Höchstbemessungswasserstand ausgegangen“, sagt Projektleiter Ulrich Hartard, „das ist ein höherer Wert als das, was erwartet wird.“

Für die Baugrube am Jan-Wellem-Platz ist die wasserrechtliche Genehmigung, Grundwasser abpumpen zu dürfen, erteilt. „Seit dem 28. Dezember laufen die Pumpen“, sagt der Diplom-Ingenieur. Bis zu 200 000 Liter Wasser pro Stunde sollen in die Landskrone geleitet werden. So viel ist es jetzt noch nicht, denn die Bagger sind noch nicht weit genug in die Tiefe gegangen. 16 Meter tief wird die Baugrube, um genug Platz für die Tiefgarage zu schaffen.

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