Düsseldorf. Im Juli gab es zwei beunruhigende Studien (Caritas, RWI) zum Thema Schulabbrecher: Danach verließen 2009 9,5 Prozent die Schule ohne Abschluss, eine Quote die deutlich über dem Landesschnitt lag.

Die Statistiker der Stadt bzw. von IT-NRW ermittelten dagegen für 2008/09 „nur“ 8,37 Prozent. Vor allem aber ist die Quote danach kräftig gesunken. Nach dem Schuljahr 2009/10 lag sie bei 6,85 Prozent, 2011 bei nur noch 5,75 Prozent.

Diese Zahlen legte Schuldezernent Burkhard Hintzsche am Dienstag im Jugendhilfeausschuss vor. Er betonte, besagte Studien hätten nicht immer die richtige „Bezugsquelle“ beachtet.

In Düsseldorf gab es im Sommer 2011 insgesamt 5617 Schulabgänger, 323 davon hatten keinen Hauptschulabschluss oder mehr. Allerdings teilt sich diese Zahl in 149 Schüler, die von ihrer Förderschule ein Abschlusszeugnis erhielten, und 174 ohne jeglichen Abschluss.

Dass damit in Düsseldorf weiter mehr Schüler ohne Hauptschulabschluss da stehen als im Landesschnitt (2011: 5,36 %) erklärt sich für Hintzsche mit dem überproportionalen Anteil an Förderschulen in einer Großstadt. Gleichwohl räumt er ein: „Jeder Schüler ohne Abschluss ist einer zu viel.“ A.S.

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