Über die Hälfte der Beete in Park- und Grünanlagen erhält eine Dauerbepflanzung. Das hat ökologisch einige Vorteile - ist aber nicht unumstritten.

Über die Hälfte der Beete in Parks erhält Dauerbepflanzung.
Im Nordpark bleiben relativ viele Wechselbeete bestehen. Archiv

Im Nordpark bleiben relativ viele Wechselbeete bestehen. Archiv

BN

Im Nordpark bleiben relativ viele Wechselbeete bestehen. Archiv

Düsseldorf. Die Stadt wird in vielen Grün- und Parkanlagen die Bepflanzung ihrer Blumenbeete umstellen. Die sogenannte Wechselflor-Bepflanzung, gemeint sind die Beete, die zweimal im Jahr komplett neu bepflanzt werden, wird um 53 Prozent reduziert. In Zahlen: von derzeit 6130 Quadratmetern (ohne Friedhöfe) werden ab April 2019 3260 qm anders gestaltet.

Ausdrücklich ausgenommen davon sind (weitgehend) einige repräsentative Beete unter anderem im Nordpark, am Benrather Schloss, am Corneliusplatz oder im Kö-Gärtchen, wo die Blumen weiter saisonal-frisch ausgewechselt werden. 

SPD spricht von Meisterleistung, die CDU graust es

Ansonsten heißt das Zauberwort „Dauerhafte Staudenbepflanzung“. Stauden seien „nachhaltiger, ökologischer und insektenfreundlicher“, sagte Gründezernentin Helga Stulgies im Fachausschuss. Das Spektrum bei den Stauden reicht von repräsentativen, bunten Blumenkombinationen wie in feinen englischen Parks bis zu einheitlich-schlichten Bodendeckern (u.a. Rasen).

Die Stauden blühen zum Teil von April bis Oktober oder ganzjährig und sind letztlich in der Pflege preiswerter. Stulgies bestätigte, dass das Gartenamt so vier Stellen einsparen wird. Zudem werde die Zahl der Auszubildenden im Zierblumen-Bereich von zwölf auf sechs halbiert.

Die Politik stimmte mit der Mehrheit von SPD, Grünen und FDP plus der Linken zu. „Eine Meisterleistung des Gartenamtes“, lobte SPD-Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke. Ganz anders CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt: „Es ist ein Armutszeugnis für die Stadt, wenn sie jetzt bei den Blumenbeeten spart. Vor allem der Abbau im Nordpark, der bekannt ist für seine Blumenpracht, wird vielen Düsseldorfern weh tun.“

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