Experten diskutieren, ob die silbernen Züge auffällig genug sind.

verkehr II
Früher waren die Straßenbahnen rot-gelb, heute sind sie silbern.

Früher waren die Straßenbahnen rot-gelb, heute sind sie silbern.

Früher waren die Straßenbahnen rot-gelb, heute sind sie silbern.

Judith Michaelis, Bild 1 von 2

Früher waren die Straßenbahnen rot-gelb, heute sind sie silbern.

Düsseldorf. „Die Silberpfeile fahren gleichsam bestgetarnt durch unsere Straßen.“ Und: „Die naheliegendste Maßnahme wäre, die Fronten mit allen Mitteln schreiend auffällig zu gestalten.“ Die Worte aus einem Leserbrief, den die WZ am Donnerstag veröffentlichte, sprechen Roland Hahn vom Amt für Verkehrsmanagement aus der Seele.

Er glaubt ebenfalls, dass die Sichtbarkeit der modernen Straßenbahnen verbessert werden kann. „Man sollte zumindest mal einen Versuch machen. Reflektierende Streifen auf der Frontseite wären womöglich hilfreich.“

Das kann sich auch ADAC-Verkehrsexperte Roman Sudholt vorstellen: „Gerade an düsteren Wintertagen wird die silberne Farbe der Bahnen womöglich nicht gut wahrgenommen. Nicht umsonst haben Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge reflektierende Stellen.“ Gleichwohl gebe es keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen Fahrzeugfarbe und Unfallhäufigkeit.

Das betont auch die Rheinbahn. Sprecherin Heike Schuster stellt klar, dass auch früher die Optik der Bahnen nicht nach Kriterien der besseren Sichtbarkeit ausgesucht wurde: „Das Gelb an den alten Bahnen war eher ein Beige und keine Kontrastfarbe. Das Rot-Weiß der Stadtbahnen kam in Anlehnung an das Stadtwappen.“ Auch Martin Volkenrath, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, glaubt nicht, dass es an der Farbe liegt: „Die Bahnen kann man doch allein wegen der Größe immer gut erkennen.“ RS

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