Zu Demonstrationszwecken steckt die Feuerwehr ein weihnachtliches Zimmer in Brand – und gibt Tipps fürs Zuhause.

Zu Demonstrationszwecken steckt die Feuerwehr ein weihnachtliches Zimmer in Brand – und gibt Tipps fürs Zuhause.
Erst brennt der Adventskranz, dann das Zimmer: Zwei Minuten dauerte es, bis Feuer und Rauch den Raum komplett eingenommen hatten.

Erst brennt der Adventskranz, dann das Zimmer: Zwei Minuten dauerte es, bis Feuer und Rauch den Raum komplett eingenommen hatten.

Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Erst brennt der Adventskranz, dann das Zimmer: Zwei Minuten dauerte es, bis Feuer und Rauch den Raum komplett eingenommen hatten.

Rund um Weihnachten – von der Adventszeit bis ins neue Jahr – kommt es häufiger zu Bränden, die durch Kerzen oder elektrische Lichter sowie durch Unachtsamkeit verursacht werden. Um zu zeigen, wie schnell das passieren kann, steckte die Feuerwehr gestern ein weihnachtlich geschmücktes Zimmer in Brand. Seit Jahren macht die städtische Feuerwehr auf diese Weise auf die Gefahren aufmerksam.

„Brennende Kerzen dürfen niemals aus dem Auge gelassen werden und der Umgang mit dem offenen Feuer sollte immer mit dem entsprechenden Respekt erfolgen“, appelliert Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies daher besonders in der Vorweihnachtszeit. „Trotzdem muss niemand auf geschmückte Kränze und Gestecke in der besinnlichen Zeit verzichten, wenn man Vorsicht walten lässt.“

Gerade zum Ende der Weihnachtstage kommt es alle Jahre wieder zu kritischen Situationen. „Die Adventskränze, Weihnachtsbäume und Tischdekorationen sind über Tage, teils sogar über Wochen in den geheizten Wohnzimmern richtig ausgetrocknet“, führt Christian Schlich, kommissarischer Leiter der Düsseldorfer Feuerwehr, aus. „Aber die Gefahr sollte jedem bewusst sein. Nur wer gut vorbereitet ist und den nötigen Respekt beim Umgang mit den Kerzen hat, kann die Weihnachtszeit gefahrlos genießen“, mahnt Schlich.

Einsatzzahlen zeigen: Dekoration birgt ein Gefahrenpotenzial

Wie gefährlich Adventsgestecke und Weihnachtsbäume – besonders mit echten Kerzen – sein können, belegen die Zahlen aus dem letzten Jahr. So sind die Einsatzzahlen im Zusammenhang mit Weihnachten konstant, jedoch war die Anzahl der Brandeinsätze im letzten Jahr leicht steigend. Von Ende November 2016 bis zum Dreikönigfest am 6. Januar 2017 (die Zahlen von Ende November 2015 bis 6. Januar 2016) gab es insgesamt 465 (383) Brandeinsätze. Rund 75 (71) dieser Einsätze standen im Zusammenhang mit Weihnachtsdekoration oder Silvesterartikeln.

Beim gestrigen Pressetermin an der Wache Hüttenstraße demonstrierte Feuerwehrsprecher Christopher Schuster, wie schnell ein weihnachtlich geschmückter Raum mit Tannenbaum komplett in Brand geraten kann – rund zwei Minuten dauerte es, bis der Brand sich voll ausgebreitet hatte. In solchen Situationen kann nur noch die Feuerwehr die Flammen löschen.

Wer echte Kerzen verwendet, sollte also den Raum nicht verlassen, ohne vorher die Kerzen zu löschen. Auch ein bereitgestelltes Löschmittel, wie ein Blumensprüher, ein Eimer gefüllt mit Wasser oder ein Wasserlöscher, dürfen nicht fehlen. Beim Adventskranz sollten keine Steckschwämme (stark brennbar), dafür unter den Kerzen immer Tropffänge aus Metall verwendet werden. Vertrocknetes Grün sollte frühzeitig aus dem Gesteck herausgenommen werden. Red

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