Göbel spricht von sehr ordentlichem Ergebnis. Zuwächse wurden vor allem im Wertpapiergeschäft verbucht.

Symbolbild.
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Martin Gerten

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Düsseldorf. Bei der ersten von ihr geleiteten Bilanz-Pressekonferenz sprach die neue Stadtsparkassenchefin Karin-Brigitte Göbel von einem „zufriedenstellenden Jahr 2016“. Unterm Strich steht voraussichtlich ein Gewinn von 84 Millionen Euro, erwartet hatte der Vorstand nur 56 Millionen. Gegenüber 2015 freilich sank der Ertrag um 37,7 Millionen Euro. „Im langfristigen Vergleich ist das dennoch ein sehr ordentliches Ergebnis“, sagte Göbel.

Sie stellte das Ergebnis gleichsam stellvertretend für ihren Vorgänger Arndt Hallmann vor, der Ende 2016 das Haus verließ, nachdem ihm der Verwaltungsrat den Vertrag aufgrund des zerrütteten Verhältnisses zu OB Geisel nicht verlängert hatte. Ab sofort steht nun sie selbst voll im Fokus. Und obwohl Hallmann gerade in den letzten drei Jahren trotz Mini-Zinsen starke Jahresergebnisse einfuhr, hat Göbel keine Angst vor Vergleichen: „Ich erwarte eine faire Beurteilung, insbesondere in Anbetracht des immer schwieriger werdenden Marktumfeldes.“ Zugleich betonte sie, dass die sehr hohen Gewinne etwa 2014 ja auch auf außerordentlichen Faktoren wie dem Corpus-Sireo-Verkauf basierten: „Was das originäre Bankgeschäft angeht, da mache ich mir keine Sorgen.“

Schon 2016 ging der Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle um knapp fünf Prozent auf 213 Millionen Euro zurück, „kein Wunder angesichts der ultralockeren Geldpolitik der EZB“, so Göbel. Und das obwohl mehr Kredite an Private und Firmen vergeben wurden als im Jahr davor.

Gestiegen sind zudem der Personalaufwand (allerdings nicht mal so stark wie die Tariferhöhung von 2,45 Prozent) und die Sachausgaben, da wurde vor allem in die Modernisierung und Digitalisierung der Standorte investiert.

Zugelegt hat das Einlagengeschäft, vor allem bei Wertpapieren (plus 330 Millionen Euro). Insgesamt betreut die Stadtsparkasse etwa 470 000 Kunden, die Zahl der privaten Girokonten stieg 2016 um 4000 auf 263 000 an.

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