Jungpolitiker von SPD, Grünen und FDP haben ihre Vorstellungen zur Politik formuliert.

Rathaus mit der jungen Ampel,
Rathaus mit der jungen Ampel, Wiebke Stange, Junge Grüne, Robin Teller, Jusos, Stephanie Aschenbrenner, Junge Liberale

Rathaus mit der jungen Ampel, Wiebke Stange, Junge Grüne, Robin Teller, Jusos, Stephanie Aschenbrenner, Junge Liberale

Judith Michaelis

Rathaus mit der jungen Ampel, Wiebke Stange, Junge Grüne, Robin Teller, Jusos, Stephanie Aschenbrenner, Junge Liberale

100 Tage sind vergangen, seit sich SPD, Grüne und FDP auf ihre politischen Ziele geeinigt haben. Jetzt hat auch die „Junge Ampel“, die Jugendverbände der Parteien, Forderungen zusammengestellt, wie die Stadt künftig beispielsweise mit Videoüberwachung und Alkoholverboten in der Altstadt oder Grillzonen und Graffiti umgehen soll.

Altstadt „Wir setzen auf Eigenverantwortung der Düsseldorfer wie auch unserer Besucher“, sagt Stephanie Aschenbrenner (25), Vorsitzende der Jungen Liberalen Düsseldorf, stellvertretend für alle „Junge-Ampel“-Mitglieder. Deshalb sei man sowohl gegen Alkoholverbote als auch Videoüberwachung in der Altstadt. „Wirkliche Sicherheit lässt sich nur durch mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt erreichen“, sagt Aschenbrenner. Videoüberwachung führe vielmehr zu Verdrängungseffekten in nicht überwachte Bereiche der Altstadt.

Außerdem sprechen sich Stephanie Aschenbrenner, Robin Teller (Jusos), Wiebke Stange und Danny Kröger (beide Junge Grüne) gegen Sperrstunden und Beschränkungen der Außengastronomie aus. Wirte, gerade auf traditionsreichen Abschnitten der Altstadt wie der Ratinger Straße, müssten unterstützt werden. „Neue Wohnbebauung darf nicht zulasten bestehender Strukturen gehen“, sagt Aschenbrenner.

Busverkehr „Das Nachtbusnetz ist unzureichend. Das muss dringend verbessert werden“, so die jungen Politiker. Die Forderung: die Taktzeiten am Wochenende ausweiten und den Busverkehr testweise verlängern. Auch Jugendliche aus Außenbezirken sollen nach einem Partyabend einfacher nach Hause kommen. Der Schnellbus vom Bilker S-Bahnhof zur Uni soll nach Meinung der „Jungen Ampel“ unbedingt erhalten bleiben. „Düsseldorf ist schließlich eine Studentenstadt. Dementsprechend müssen Studenten auch einfach zur Uni gelangen.“

Auto und Fahrrad In Sachen Radverkehr lautet das Stichwort „Bikesharing“. Wie es beim Auto erfolgreich vorgemacht wurde, soll es jetzt beim Fahrrad weitergehen: Fahrrad leihen und nach Benutzung an einem beliebigen Ort wieder abstellen. „Das Konzept Bikesharing bietet ideale Möglichkeiten, schnell und spontan von Ort zu Ort zu kommen. Auch für Touristen ist es ideal“, sagt die Studentin der politischen Kommunikation. Doch auch beim Carsharing herrsche Ausbaubedarf. Bisher können die äußeren Stadtbezirke noch nicht angefahren werden. „Das soll sich ändern.“

Grillen „Wir sind der Ansicht, dass alle Düsseldorfer ein Recht darauf haben, öffentliche Grünflächen für Grill-Picknicks zu nutzen, sofern dadurch keine Brandgefahr entsteht.“ Damit es nicht zum Müll-Chaos kommt, appellieren Aschenbrenner, Teller, Stange und Kröger an die Eigenverantwortung der Düsseldorfer und fordern spezielle Mülleimer, in denen auch glühende Kohle entsorgt werden kann.

Internet Die Politiker fordern ein breites Netz von freien WLAN-Zugängen. Die Stadt soll Unternehmen unterstützen, die ein solches Angebot bereitstellen und ausbauen wollen. „Freies Internet würde unsere Stadt auch bei Besuchern noch attraktiver machen.“

Kultur Festivals wie das Open Source sollen erhalten bleiben, und auch das 40 Grad Urban Festival soll „regelmäßiger Bestandteil des Düsseldorfer Kulturkalenders werden“. Graffiti-Künstler will die Ampel fördern. Für Graffiti soll die Stadt Flächen ausweisen.

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