Professor Haucap verulkte in einer Klausuraufgabe den Bundespräsidenten und dessen Frau.

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Justus Haucap ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heine-Universität und Vorsitzender der Monopolkommission.

Justus Haucap ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heine-Universität und Vorsitzender der Monopolkommission.

Michaelis

Justus Haucap ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heine-Universität und Vorsitzender der Monopolkommission.

Düsseldorf. Für Studenten der Volkswirtschaftslehre sind die Klausuren in Mikroökonomie meistens eine dröge Rechnerei. Dass die Kosten-Nutzen-Arithmetik auch amüsant daher kommen kann, hat Anfang dieser Woche Professor Justus Haucap bewiesen. Der 42-Jährige ist Direktor des Instituts für Wettbewerbsökonomie an der Heine-Universität und Vorsitzender der Monopolkommission.

Haucap stellte in einer Klausur folgende launige Aufgabe, die im Internet gleich Kultstatus gewann. „Der Bundesprominente Chris Fox und seine neue Frau Betty werden vom Steuerzahler mit jährlich 240 000 Euro alimentiert, damit sie sich ein schönes Leben machen können. Das besteht für die beiden darin, sich auf Urlaubsreisen zu begeben und Partys in ihrem Schloss zu feiern. Eine Party kostet das Paar 20 000 Euro, eine einwöchige Urlaubsreise px Euro. Die beiden Aktivitäten spenden dem Paar Freude nach der Funktion: u (x, y) = x²·y, wobei x die Anzahl der Urlaubswochen ist und y die Anzahl der Partys.

a) Leiten Sie die jährliche Nachfrage des Paares nach Urlaubsreisen (x) in Abhängigkeit von px her! b) Wie viele Urlaubsreisen wird das Paar unternehmen und wie viele Partys geben, wenn eine Urlaubsreise 20 000 Euro kostet? c) Nehmen Sie nun an, der befreundete Unternehmer Karsten Mischmöller stellt dem Paar seine Urlaubsvilla entgeltfrei zur Verfügung, wodurch die Kosten pro Reise auf 16 000 Euro sinken. Wie viele zusätzliche Urlaubsreisen werden Chris und Betty nun unternehmen? d) Wie hoch ist der Nutzenzuwachs in c) gegenüber b)?” Im Netz versuchten sich viele sogleich an der Lösung der Aufgaben. Neben mathematischen fanden sich auch ganz simple Antworten: „Die richtige Lösung ist: Rücktritt“, schrieb etwa ein „Wirtschaftswurm“ im „Handelsblog“. Am Freitag nun bekam er recht.

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