Das Statistische Jahrbuch zeigt: Im Norden verdienen die Düsseldorfer fast viermal so viel wie etwa in Flingern-Süd und Garath.

Düsseldorf. Die durchschnittlichen Einkünfte der Düsseldorfer unterscheiden sich nicht nur individuell stark. Auch der Vergleich der Stadtteile weist hier beträchtliche Divergenzen auf. Das beweist das neu erschienene Statistische Jahrbuch der Stadt, dass die Brutto-Einkünfte im Jahr in allen 49 Stadtteilen auflistet. An der Spitze der Einkommensskala rangieren erwartungsgemäß die feinen Quartiere der Stadt: Ganz vorne liegt Wittlaer mit im Schnitt 82719 Euro pro Steuerpflichtigem, es folgen Niederkassel mit 72040, Kaiserswerth (63667), Angermund (61679) und Oberkassel (61465 Euro).

Demgegenüber ärmlich wirken die Zahlen ganz unten in der Stadtteil-Rangliste: In Flingern-Süd kommen im Schnitt nur 21249 Euro pro Steuerpflichtigem zusammen, nicht viel mehr sind es in Garath (22752), Oberbilk (22773), Lierenfeld (23842) und Reisholz, wo das Brutto-Jahreseinkommen bei 24779 Euro liegt.

Daten stammen von 2004, weil es noch keine aktuelleren gibt

Sämtliche Zahlen sind allerdings gut fünf Jahre alt, stammen aus dem Jahr 2004. Das heißt, die nominellen durchschnittlichen Einkünfte der Düsseldorfer dürften aktuell zwischen acht und zwölf Prozent höher liegen. warum gibt es hier keine neueren Daten? "Weil die Einkünfte nur alle drei Jahre vom NRW-Landesamt für Statistik erhoben werden", erläutert Norbert Jelonnek, der Sachgebietsleiter im Amt für Statistik. Das letzte Mal wurden die Einkünfte 2007 erfasst, diese Daten indes werden erst 2011 statistisch aufbereitet sein, "weil sich die Veranlagung der Steuerpflichtigen bis zu drei Jahren hinziehen kann", sagt Jelonnek. In der Tat: Die Steuererklärung für 2007 können etliche Bürger bis Jahresende 2009 beim Finanzamt einreichen.

In Düsseldorf insgesamt waren 2004 knapp 280.000 steuerpflichtige Bürger registriert. Im Schnitt verfügten sie über Brutto-Einkünfte von 35530 Euro. Markant über dem Stadtschnitt liegen neben den bereits erwähnten Stadtteilen auch die Carlstadt, Ludenberg und Hubbelrath, Stockum, Lohausen und Kalkum sowie Himmelgeist. Stark unterdurchschnittlich stehen dagegen noch Eller, Holthausen und Hassels, Rath und die Friedrichstadt da.

Das Statistische Jahrbuch 2009 der Stadt bietet auf 318 Seiten viele Daten u.a. zu Geografie, Bevölkerung, Wahlen, Soziales, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Verkehr, Kultur und Bildung.

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