Seit der Weihnachtsfeier mit seinen Kollegen in der Altstadt ist der Oberhausener nicht mehr aufgetaucht. Die Polizei sucht in der Umgebung des Hafens - sogar mit Sprühunden.

Die Polizei sucht in der Umgebung des Hafens. Gestern war sie mit Spürhunden vor Ort. Bislang gibt es keine Spur.
Für die Hunde war es nur ein kurzer Auftritt – zu groß war die Gefahr, dass sie sich bei der Suche verletzen.

Für die Hunde war es nur ein kurzer Auftritt – zu groß war die Gefahr, dass sie sich bei der Suche verletzen.

Judith Michaelis

Für die Hunde war es nur ein kurzer Auftritt – zu groß war die Gefahr, dass sie sich bei der Suche verletzen.

Düsseldorf. Mit vier Spürhunden und Verstärkung aus Oberhausen machte sich die Polizei am Donnerstag auf dem Gelände der alten Papierfabrik im Hafen auf die Suche. In der Funkzelle, in deren Bereich auch die Papierfabrik liegt, war das Handy des vermissten 35-Jährigen aus Oberhausen zuletzt geortet worden. Bislang fehlt aber noch jede Spur. Die Suche mit den Hunden musste schnell abgebrochen werden.

Der 35-jährige Stefan K. war am Samstagabend mit Arbeitskollegen in der Düsseldorfer Altstadt unterwegs. Gegen 1.15 Uhr machte er sich alleine auf den Rückweg nach Oberhausen. Seitdem ist er verschwunden. Wie Marcel Fiebig, Sprecher der Düsseldorfer Polizei erklärt, ist für die Ermittler der erste Anknüpfungspunkt das Handy des Vermissten. Das wurde zuletzt in der Nähe des Hafens geortet. In diesem Bereich schien den Ermittlern die Papierfabrik als wahrscheinlichster Ort, an dem sich neue Hinweise zum Verschwinden von Stefan K. befinden könnten.

Auch für die Spürhunde ist das Gelände zu gefährlich

Daher rückten sie am Donnerstagmittag mit den Polizeihunden an. Doch: Das Gelände ist auch für sie zu gefährlich. Nach kurzer Zeit brachen die Einsatzkräfte die Suche ab. „Da liegen überall Scherben und Nägel herum. Das ist für die Hunde ein zu großes Risiko“, sagt Fiebig. Nun müsse man neu überlegen. Die Oberhausener Kriminalpolizei sei mit dem Fall betraut und treffe weitere Entscheidungen.

Sollte die Papierfabrik weiter im Fokus bleiben, sei es möglich, dass das Gelände mit einer Hundertschaft abgesucht werde. Doch nur weil das Handy in der Nähe geortet wurde, heißt das nicht, dass auch der Vermisste sich dort aufgehalten hat. „Es ist möglich, dass er kurz vor seinem Verschwinden Opfer eines Taschendiebstahls wurde.“ Die Spur in den Hafen hatte ohnehin für Verwirrung gesorgt – warum sollte Stefan K. von der Altstadt hierher gegangen sein?

Das Handy bleibt aber momentan die einzige Spur. Am Mittwoch hat die Polizei bereits das Wasser rund um den Hafen abgesucht. Am Donnerstag war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Polizei hofft weiter auf Hinweise. Der vermisste Stefan K. ist 1,77 Meter groß, 80 Kilogramm schwer, von schlanker Statur und hat nahezu eine Glatze. Er trug zum Zeitpunkt seines Verschwindens eine Brille mit türkisfarbenem Gestell. Auf seiner Stirn hat er eine gut sichtbare, etwa zwei Zentimeter lange Narbe, auf seiner rechten Wade ist ein Tribal tätowiert. Bekleidet war er mit einer Bluejeans, einem rotem Poloshirt mit grauem Kragen, einer grauen Jacke mit gelben Nähten der Marke Wolfskin und Turnschuhen. Hinweise nimmt die Düsseldorfer Polizei unter Telefon 0211 - 8700 und die Oberhausener Polizei unter Telefon 0208 - 8260 entgegen

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer