Tiere standen am Montag hoch im Kurs in der guten Stube der Stadt. Stadtkämmerer Rattenhuber kam sogar als Kanalratte.

Nahmen die eigene Partei auf die Schippe: FDP-Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit Ehemann Horst als „Möwen-Pick“.
Nahmen die eigene Partei auf die Schippe: FDP-Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit Ehemann Horst als „Möwen-Pick“.

Nahmen die eigene Partei auf die Schippe: FDP-Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit Ehemann Horst als „Möwen-Pick“.

Astronauten unter sich: Astrid und Dirk Elbers auf der Rathaus-Tribüne.

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Nahmen die eigene Partei auf die Schippe: FDP-Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit Ehemann Horst als „Möwen-Pick“.

Düsseldorf. Gut gelaunt waren sie am Montag eigentlich alle im Rathaus. Doch einer war vielleicht noch ein bisschen besser drauf als die anderen: Bürgermeister und CDU-Fraktionschef Friedrich Conzen. Der 63-Jährige freute sich über seine zweite Enkelin Josephine, die am Sonntag geboren wurde. "Punkt elf Uhr, eine echte kleine Karnevalistin", verriet er schmunzelnd.

Ansonsten war das bunte Treiben in der guten Stube der Stadt vor allem eine tierische Angelegenheit. Vielleicht auch wegen der Kälte draußen standen Ganzkörperkostüme hoch im Kurs. Frösche, Hasen, Bären und allerlei anderes Getier kreuchte und fleuchte über die Rathaus-Flure. So kam Sozialdezernent Burkhard Hintzsche als schwarzes Schaf. "Ich habe die Schminke von Altweiber nicht runterbekommen, deshalb musste es etwas Schwarzes sein", erzählte der Beigeordnete, der drei Tage zuvor als kleiner Maulwurf für Aufsehen gesorgt hatte.

OB Dirk Elbers als Astronaut: "Jeck - we can, sogar zum Mond!"

Ebenfalls tierisch gut drauf waren Martin Volkenrath (SPD), Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, als "lieber Löwe", sein CDU-Kollege Alexander Fils vom Planungsausschuss als Kuh (Aufschrift: "Ich bin Kuuuhl!") und der FDP-Landtagsabgeordnete Robert Orth als Miezekatze. Den Vogel schoss mal wieder seine Parteifreundin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ab. Mit Ehemann Horst ging sie als "Möwen-Pick" - eine Anspielung auf die eigene Truppe, die vom politischen Gegner neuerdings als "Mövenpick-Partei" verspottet wird. "Eigentlich wollte ich ja als Schweinegrippe gehen, aber das war zu kompliziert", erklärte die Bürgermeisterin.

Nicht von dieser Welt waren Oberbürgermeister Dirk Elbers und Gattin Astrid. Erfrischend unprätentiös gingen sie als Astronauten. Wobei das Stadtoberhaupt sogar eine blinkende und lärmende Plastikwaffe bei sich hatte. "Jeck - we can, sogar zum Mond", scherzte Elbers. Originell wie jedes Jahr: Stadtkämmerer Helmut Rattenhuber mit Ehefrau Angelika. Sie gingen als Kanal-Rattenhuber". Je vier possierliche Plüsch-Nager schmückten die Kostüme. "Unser Name hat mich inspiriert - und außerdem bin ich ja auch für den Stadtentwässerungsbetrieb zuständig", erklärte der Beigeordnete, den viele als solchen gar nicht erst erkannten.

Im Gruppen-Outfit kamen auch die Grünen: Parteichefin Mona Neubaur und die frühere Vorstandssprecherin Petra Berghaus machten den Hofgarten, den es vor den Baggern zu retten gelte. Dazu gesellten sich Grün-Dezernentin Helga Stulgies sowie Fraktionssprecher Günter Karen-Jungen als Waldfee.

Voll im Fußballfieber war Markus Weske, der gute Chancen hat, für die SPD im nächsten Landtag zu sitzen, mit Freundin Eva Roese: Zusammen bildeten sie ein Fußballtor, mit Partei-Vize Andreas Rimkus als Ball. Auch im Torrausch: Hille Erwin, Vorsitzende des Karneval-Förderverein, im Fortuna-Outfit. Sohn Markus dagegen gab den Flugkapitän: "Leicht absturzgefährdet, aber das ist an Karneval ja auch nicht verkehrt." Sprach’s, schmunzelte - und feierte weiter. Auch ein Kapitän kann tierisch Spaß haben...

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