Am Montag herrschte wieder voller Berufsverkehr, doch Staus gab es nur wenige. Die Stadt ist zufrieden – und im Zeitplan.

Baustelle Berliner Alle
Auf der Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße liegen schon fast komplett die neuen Gleise.

Auf der Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße liegen schon fast komplett die neuen Gleise.

Judith Michaelis

Auf der Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße liegen schon fast komplett die neuen Gleise.

Düsseldorf. Mitten auf der Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße klafft ein Loch im Boden, aus dem ein Gerippe aus rostbraunen Gleisen ragt. Überall Arbeiter in Orange – aber es herrscht ruhige Routine. Und so könnte man auch fast das Klima auf den Straßen beschreiben: Montagmorgen zum Start des richtigen Berufsverkehrs nach Feiertagen und Schulferien floss der Verkehr fast überall. Manchmal stockend, aber er floss.

Aus dem Süden kommend gab es wie schon in der vergangenen Woche einen Rückstau, wo die Autofahrer an der Corneliusstraße nicht mehr Richtung Berliner Allee weiterfahren können, nach rechts in die Oststraße geleitet werden. In die Gegenrichtung versuchten die Autofahrer offenbar schon gar nicht mehr, bis vor die Baustelle zu fahren: Dort hatte es zum Start der Sperrung Rückstaus gegeben, weil die Autos von der Berliner Allee nach rechts in die enge Bahnstraße fahren mussten – Montagfrüh war die Hauptstraße vom Kö-Bogen-Tunnel kommend hingegen fast verwaist.
 
„Es ist nicht chaotisch, die Umleitungsstrecken funktionieren“, sagt Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement. Sie sei nach einer Woche „zufrieden unter den gegebenen Umständen“. Lediglich an Hütten- und Oststraße, Oberbilker Allee und Oederallee habe die Stadt am Montag eine gesteigerte Belastung festgestellt. „Aber das Stauaufkommen hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht großartig verändert.“

Rheinbahn: Beschwerden gab es nur wegen der Ersatzbusse  

„Gar nicht so schlimm“ lautet auch die Bilanz von Rheinbahnsprecherin Heike Schuster nach einer Woche. Ärger gebe es nur um die Ersatzbusse, die etwa mit dem Nadelöhr von der Steinstraße in die Kasernenstraße zu kämpfen haben. „Da bekommen die Busse Verspätung. Und wenn wir im Moment Beschwerden von Fahrgästen bekommen, dann immer wegen der Ersatzbusse“, erklärt Schuster. „Sie können die Zeiten der Bahnen nicht halten. Damit muss man rechnen.“

Keinerlei Murren allerdings gebe es, weil angeblich zu wenig über die Maßnahme informiert worden sei – offenbar wüssten alle Kunden über die Umleitungen Bescheid und hätten sich vorbereitet, so Schuster. Und laut Stadt ist auch damit zu rechnen, dass die Baustelle zum 21. Januar fertig ist. „Es ist sehr, sehr fleißig gearbeitet worden. Das Wetter hat uns auch geholfen“, berichtet Andrea Blome. Die Arbeiten seien „voll im Plan“: „Die alten Gleise sind zu 90 Prozent ausgebaut, die neuen zu 75 Prozent eingebaut. Das ist sehr gut.“

Ab Mittwoch soll Beton in die Grube zwischen den Schienen gegossen werden, dann komme der Asphalt, schließlich neue Haltestellen. Die Entscheidung, voll zu sperren und dafür schnell zu arbeiten, sei richtig gewesen.

Anwohner Etwa 80 Menschen wohnen im direkten Umfeld der Großbaustelle, auf der 24 Stunden am Tag gearbeitet wird. Neun von ihnen beschwerten sich bei der Stadt über den nächtlichen Lärm, sagt Andrea Blome: „Das ist für diese Menschen nicht schön und tut uns leid.“


Andere Baustellen Neue Gleisverbindungen für Straßenbahnen wurden auch an der Ausfahrt von der Blumenstraße in die Berliner Allee und an der Kreuzung Kaiserstraße/Maximilan-Weyhe-Allee gebaut. Diese sind wie angekündigt am Montag fertig gewesen. An der Kaiserstraße sind jetzt zwei Fahrspuren Richtung Heine-Allee und Kö-Bogen-Tunnel offen.
 

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