Hübsch ist anders: In der City werden 1,5 Kilometer Rohre aufgeständert, um Wasser abzupumpen.

Auch über die Kö wird Grundwasser abgeleitet: Eine Rohrbrücke wie die an der Girardet-Brücke wird ab Montag Nacht auch an der Theodor-Körner-Straße gebaut.
Auch über die Kö wird Grundwasser abgeleitet: Eine Rohrbrücke wie die an der Girardet-Brücke wird ab Montag Nacht auch an der Theodor-Körner-Straße gebaut.

Auch über die Kö wird Grundwasser abgeleitet: Eine Rohrbrücke wie die an der Girardet-Brücke wird ab Montag Nacht auch an der Theodor-Körner-Straße gebaut.

Am Bilker Bahnhof entsteht derzeit die Startrampe für die Tunnelbohrmaschine. Das Grundwasser, das hier abgepumpt wird, fließt per Rohrleitung durch die Merowingerstraße in die Düssel.

Bernd Nanninga, Bild 1 von 2

Auch über die Kö wird Grundwasser abgeleitet: Eine Rohrbrücke wie die an der Girardet-Brücke wird ab Montag Nacht auch an der Theodor-Körner-Straße gebaut.

Düsseldorf. Gerade hat man sich daran gewöhnt, dass die Stadt von schier unendlichen Reihen quietschgelber Baken durchzogen ist und Besucher von außerhalb gerne mal fragen: "Sagt mal, ist eure Stadt noch gar nicht fertig?"

Und jetzt sieht es auch noch so aus, als solle die Kanalisation künftig überirdisch abgewickelt werden: Insgesamt 1,5 Kilometer dicke Rohre durchziehen den Stadtteil Bilk, säumen den Kö-Graben - und werden bald auch an der Schadowstraße aufgebaut.

"Wir müssen anfangen, dass Wasser aus dem Bereich der künftigen Bahnhöfe der Wehrhahn-Linie zu pumpen", erklärt Gerd Wittkötter, Projektleiter des U-Bahnbaus. Zurzeit werden die Schlitzwände in den Boden gesetzt, wodurch gleichsam große Kisten entstehen - die künftigen Stationen. Und die müssen vom eindringenden Grundwasser befreit werden.

Eine Mammutaufgabe: Laut Wittkötter werden auf dem Höhepunkt der Arbeiten im Jahr 2010 pro Tag bis zu 700000Liter Wasser aus den Bahnhöfen gepumpt.

Und diese Wassermassen müssen irgendwohin. In Bilk sind bereits rund 700 Meter Rohre verlegt. "Die Schlitzwände für den Startschacht der Tunnelbohrmaschine sind fast fertig, dort erreichen wir bald das Grundwasser", erklärt Wittkötter. Dann geht es los: Das Wasser wird durch die Rohre in eine Aufbereitungsanlage am Bürgerzentrum gepumpt. "Wir wissen, dass in Bilk Schadstoffe im Wasser sind", erklärt Wittkötter. Das gereinigte Wasser wird über die Merowingerstraße zur Düssel geleitet.

Theodor-Körner-Straße ist ab Montag nachts gesperrt

Ab April wird dann die Leitung an der Kö gebraucht, um Wasser vom Corneliusplatz abzuleiten. Dort könnte Eisen im Grundwasser sein. "Das muss ,ausgeflockt’ werden", sagt Wittkötter. "Sonst würde der Kö-Graben braun und rostig." Die Arbeiten für den Aufbau der Rohre kommen dort gerade in die heiße Phase: Von Montag bis Donnerstag muss die Theodor-Körner-Straße ab der Kö in Richtung Schadowstraße nachts gesperrt werden. Ende des Jahres werden Rohre dann auch am Schadowplatz aufgebaut. Sie leiten das Wasser in die Düssel im Hofgarten.

Rohrfrei wird die Stadt lange nicht sein: Erst wenn die Bahnhöfe im Rohbau fertig sind, können sie komplett trockengelegt werden.

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