Mutmaßlicher Millionenbetrüger in Düsseldorf vor Gericht
Der Angeklagte verdeckt vor Beginn des Prozesses im Landgericht sein Gesicht mit einer Mappe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 18 Fälle von gewerbsmäßigem Betrug mit einem Volumen von weit über drei Millionen Euro vor.

Der Angeklagte verdeckt vor Beginn des Prozesses im Landgericht sein Gesicht mit einer Mappe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 18 Fälle von gewerbsmäßigem Betrug mit einem Volumen von weit über drei Millionen Euro vor.

Frank Christiansen

Der Angeklagte verdeckt vor Beginn des Prozesses im Landgericht sein Gesicht mit einer Mappe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 18 Fälle von gewerbsmäßigem Betrug mit einem Volumen von weit über drei Millionen Euro vor.

Düsseldorf. Ein geständiger Millionenbetrüger ist in Düsseldorf zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem drohen ihm weitere zwei Jahre Gefängnis aus einer Vorstrafe, die zunächst zur Bewährung ausgesetzt worden war. Der Ex-Pilot und ehemalige Unternehmer habe Immobilien, Möbel und Autos für mehrere Millionen Euro gekauft, obwohl er mittellos und hoch verschuldet gewesen sei, befand das Gericht am Mittwoch.

Mit gefälschten Bankbelegen habe er ein angebliches Millionenvermögen vorgegaukelt. Weil ihn seine Frau vor die Tür gesetzt hatte, residierte er zudem monatelang in Hotels, ohne zu zahlen. Nur einen Monat, nachdem das Amtsgericht die ältere Strafe mit großen Bedenken zur Bewährung ausgesetzt hatte, habe er erneut betrogen, kritisierte die Vorsitzende Richterin. Der 48-jährige Ratinger hatte sich damit entschuldigt, dass er auf noch ausstehende Zahlungen aus seiner Unternehmerzeit gehofft habe.

Die Staatsanwaltschaft hat viereinhalb Jahre Gefängnis für ihn beantragt, die Verteidigung maximal drei Jahre. «Ich bekenne mich in allen Punkten für schuldig», hatte der 48-Jährige beim Prozessauftakt gestanden. Einer der von ihm Getäuschten ist ein bekannter Schauspieler und Theaterdirektor. dpa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer