2013 kommen auf die Düsseldorfer höhere Kosten in etlichen Bereichen zu. Auch die Stadt langt diesmal auf breiter Front hin.

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Die Strompreiserhöhung wird die Menschen am deutlichsten treffen: Die Stadtwerke erhöhen die Preise um 12,4 Prozent.

Die Strompreiserhöhung wird die Menschen am deutlichsten treffen: Die Stadtwerke erhöhen die Preise um 12,4 Prozent.

Für die Straßenreinigung müssen durchschnittlich 6,5 Prozent mehr gezahlt werden. Archivfotos (2): Judith Michaelis

Schwimmen und Plantschen wie im Bilker Bad kosten jetzt mehr: Die Bädergesellschaft erhöht den Eintrittspreis von 3,60 auf 3,90 Euro.

Andrea Lemke, Bild 1 von 3

Die Strompreiserhöhung wird die Menschen am deutlichsten treffen: Die Stadtwerke erhöhen die Preise um 12,4 Prozent.

Düsseldorf. Ob das neue Jahr besser oder schlechter, freudiger oder trauriger wird, kann niemand wissen. Auf jeden Fall wird es für die Düsseldorfer teurer – denn 2013 werden viele Gebühren und Eintrittspreise erhöht.

Auch die Stadt will aufgrund des Einbruchs der Gewerbesteuereinnahmen sparen. Oder andersherum: mehr Geld einnehmen. Allerdings fast durchweg moderat. Zudem sind viele Sätze lange Jahre stabil geblieben.

 

Hier eine Auswahl von relevanten Veränderungen:

Energie

Sehr viele Düsseldorfer am schmerzlichsten treffen dürfte die Strompreiserhöhung der Stadtwerke um 12,4 Prozent. Auf einen Vier-Personen-Haushalt mit normalem Verbrauch kommen dadurch Mehrkosten von etwa 130 Euro im Jahr zu.

Müllabfuhr

Die Entsorgung der Restmülltonnen durch die Awista wird im Schnitt dagegen nur um 1,7 Prozent teurer, bei der Biotonne sind es durchschnittlich 2,6 Prozent.

Straßenreinigung

Hier langt die Stadt stärker zu: Durchschnittlich 6,5 Prozent mehr müssen gezahlt werden.

Volkshochschule

Gut 63 000 Teilnehmer gab es 2011 in den 2600 Veranstaltungen. Die Gebührenspanne für Vorträge und Filme wächst von drei bis 7,50 auf drei bis 15 Euro. Für Kurse und Seminare müssen die Teilnehmer ab diesem Jahr ein bis zwei (bislang: 0,60-1,20 Euro) je Unterrichtsstunde zahlen; bei Sportkursen werden für die Teilnehmer zwei bis sechs (1,80-3,60) Euro fällig.

ÖPNV

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hebt zum 1. Januar alle Preise für Bus- und Bahntickets um durchschnittlich 3,9 Prozent an. Das betrifft somit auch die Rheinbahn. Alte Fahrausweise bleiben bis Ende März gültig.

Stadtbücherei

Die Internetnutzung wird ab 2013 kostenlos, dafür kostet der Jahresausweis 20 statt 16 Euro.

Stadtmuseum

Bislang war die ständige Sammlung in dem Haus an der Berger Allee gratis zu sehen, nun kostet der Eintritt in das Stadtmuseum für die Besucher vier (ermäßigt: zwei) Euro.

Sportstätten

Die Mieten für alle Vereine und Schulen bleiben gleich, ebenso die Eintrittspreise bei Arena-Sportpark oder Eisstadion für Kinder und Jugendliche. Erwachsene zahlen aber im Eisstadion neuerdings 2,80 statt 2,30 Euro Eintritt, im Arena-Sportpark oder Niederheid drei statt zwei Euro (Jahreskarte 76, bisher 61 Euro). Die Anmietung eines Sportplatzes wird nur etwas teurer für Gruppen und Mannschaften, die nicht aus Düsseldorf stammen, sowie für gewerbliche Veranstaltungen.

Schwimmbäder

Die Bädergesellschaft erhöht ab diesem Jahr den normalen Eintrittspreis von 3,60 auf 3,90 Euro (ermäßigt von 2,50 auf 2,70 Euro). Beim Düsselstrand springt der Spartarif von 4,70 auf 4,90 Euro, die Tageskarte dort kostet nun 8,50 Euro. Auch die Sauna (plus 50 Cent) und die Aquafitness-Kurse (plus acht Euro für zehn Kursstunden) kosten mehr.

Garten- und Friedhofsamt

Hier werden die Floristik- und Dekorationsleistungen etwas teurer. So kostet zum Beispiel ein Trauerkranz künftig 123,83 statt bisher 119,30 Euro.

Sondernutzungsgebühr für öffentlichen Straßenraum

Die neue Satzung der Stadt sieht eine durchgehende Erhöhung des Tarifs um 20 Prozent vor, zuletzt waren diese Gebühren 2002 erhöht worden. Betroffen sind 35 Arten der Nutzung von Bauzäunen und Gerüsten über Imbissstände, Werbeschilder und -ständer bis hin zu Telefonzellen.

Damit verbunden steigen auch die Terrassengebühren um 20 Prozent – was bereits wütende Reaktionen von Wirten provozierte. Laut Stadt liegt die letzte Anpassung 14 Jahre zurück.

Verkaufsflächen

Auf Trödelmärkten müssen Händler ab Jahresbeginn 2,75 bis 4,95 Euro pro Quadratmeter entrichten, bislang reichte die Spanne von 2,60-4,70 Euro. Verkäufer von Weihnachtsbäumen zahlen nunmehr 9,10 (bisher 8,65) Euro pro Quadratmeter.

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