Ampelausfall an der Elisabethstraße sorgt für Stau-Samstag zwischen Kniebrücke und Carlsplatz.

Riesenstau in der City: Wegen eines Ampelausfalls wurde die Graf-Adolf-Straße doch nicht geöffnet.
Riesenstau in der City: Wegen eines Ampelausfalls wurde die Graf-Adolf-Straße doch nicht geöffnet.

Riesenstau in der City: Wegen eines Ampelausfalls wurde die Graf-Adolf-Straße doch nicht geöffnet.

Bernd Schaller

Riesenstau in der City: Wegen eines Ampelausfalls wurde die Graf-Adolf-Straße doch nicht geöffnet.

Düsseldorf. Im Rheinufertunnel war für Düsseldorf-Besucher am Samstag die Welt noch in Ordnung. "Graf-Adolf-Straße bis 9 Uhr gesperrt": Diese Botschaft auf den elektronischen Informationstafeln verleitete tausende Autofahrer den ganzen Tag über, Richtung Innenstadt abzufahren - mitten in den Stau. Denn dort trafen sie sich mit weiteren Verkehrsteilnehmern, die auf der Kniebrücke so leichtsinnig gewesen waren, ebenfalls die Abfahrt Innenstadt zu wählen. Einzige Weiterfahrmöglichkeit: Poststraße Richtung Carlsplatz. Der riesige blecherne Lindwurm wälzte sich dann über Stunden durch die Carlstadt und in Richtung Kö.

"Wir brauchen auch für solche Fälle einen Plan B."

Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement

Grund für das Verkehrschaos: Am Graf-Adolf-Platz gab es zwar Gleisbauarbeiten, aber die Abbiegemöglichkeit auf die Elisabethstraße sollte es eigentlich wieder geben. "Dort war jedoch am Morgen die Ampel ausgefallen", berichtet Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. Da die Fußgänger die Kreuzung nicht mehr hätten gesichert überqueren können, entschieden städtische Mitarbeiter und die Polizei, die Graf-Adolf-Straße nicht wie angekündigt zu öffnen.

Das Problem: Blome und U-Bahn-Projektleiter Gerd Wittkötter erfuhren erst mittags durch die WZ von der verstopften City, niemand hatte sie zuvor benachrichtigt. Auch aktualisierte niemand die Verkehrshinweise wie im Rheinufertunnel. Die Autofahrer hatten das Chaos auszubaden. Viele von ihnen reagierten sichtlich genervt, es gab Hupkonzerte, in der zugestauten Carlstadt machte ein Parkplatz beinahe so glücklich wie ein Jackpot im Lotto.

Stadt hatte keine Möglichkeit mehr, Verkehrskadetten anzufordern

Laut Blome hatten die Mitarbeiter am Morgen keine Chance mehr, Verkehrskadetten zur Kreuzung zu holen. "Dafür brauchen wir mehr Vorlauf." Von der Polizei habe man auch nicht verlangen können, den Verkehr zu regeln. Das Nadelöhr Poststraße wurde am Nachmittag nach einem Treffen von Blome/Wittkötter mit der Polizei durch die Sperrung der Abfahrt Innenstadt auf der Kniebrücke entlastet.

"Wir haben noch nie einen Ampel-Totalausfall an einem Umbauwochenende gehabt", resümiert Blome. "Wir müssen auch für einen solchen Fall einen Plan B entwickeln."

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